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Review Plantronics Backbeat Pro: Drei Wochen Türkeiurlaub

Ich habe mir vor einer Weile den Plantronics Backbeat Pro Kopfhörer mit Active Noise Cancelling gekauft. Jetzt war ich im August für 3 Wochen im Urlaub und möchte euch kurz meine Erfahrungen mit dem Kopfhörer schildern.

Der Backbeat Pro ist nicht gerade billig, daher habe ich im Vorfeld eine Menge Reviews dazu durchgelesen. Als ich ihn im Januar gekauft hatte, hat er mich 169,- € gekostet. Und so eine Investition will gut überlegt sein. Da aber alle Reviews positiv waren, und mir Plantronics als Headset-Hersteller gut bekannt ist, habe ich die Investition gewagt.

Design

Das Design des Kopfhörers gefällt mir ausgesprochen gut. Es handelt sich hierbei um einen ohrumschließenden Kopfhörer, wodurch die Muscheln natürlich etwas größer sind.

Die Muscheln sind mit einem Kunstlederbezug überzogen und sehr weich. Sie umschließen die Ohren völlig, üben aber kaum Druck aus, wie man das durchaus von anderen ohrumschließenden Kopfhörern kennt. Der Kopfbügel ist verstellbar, mit Stoff überzogen und ebenfalls gepolstert.

Zwar hat der Kopfhörer ein gewisses Gewicht, hat man den Kopfbügel aber richtig auf die Kopfgröße eingestellt, merkt man ihn kaum noch. Auch nach längerem Tragen wird der Kopfhörer nicht unangenehm. Das Material auf den Ohrmuscheln wird auch nicht unangenehm, wenn man selbst größerer Hitze ausgesetzt ist, wie z. B. auf einer Terrasse in der Türkei. 🙂 Ich hatte ja so meine Sorgen, dass evtl. Schweißentwicklung das Ding unangenehm werden lassen würde, dem war aber in keinster Weise so.

Beim Transport gibt es dann aber Minuspunkte. Er lässt sich nicht klein zusammenfalten. Die Ohrmuscheln lassen sich nach innen verdrehen, so dass man den Kopfhörer um den Nacken tragen kann und die Ohrmuscheln auf den Schlüsselbeinen zum Liegen kommen. Kleiner wird er leider nicht.

Bedienung

Auch die Bedienung finde ich sehr gut durchdacht. Als Blinder kann man die rechte von der linken Ohrmuschel ganz einfach erkennen. Die Anschlüsse zum Laden und für ein Audiokabel befinden sich an der linken Muschel.

Auf der linken Muschel befindet sich ein riesiger runder Knopf, der ist für Play/Pause. Ein geriffelter Ring um die Muschel ist dafür da, Titel vor- und zurückzuschalten, oder innerhalb eines Titels zu spulen. Am hinteren Teil der Muschel befindet sich ein Schiebeschalter, mit dem das Noise Cancelling ein- und ausgeschaltet werden kann. Unten an der Muschel sind die Anschlüsse.

An der rechten Muschel befindet sich ebenfalls ein riesiger Knopf, der ist zum Annehmen von Telefonaten. Der Ring an dieser Muschel ist für die Lautstärke. Hinten an der Muschel ist der Schiebeschalter zum Einschalten. Unten an der Muschel ist ein kleiner Knopf, mit dem sich die Außenmikrofone einschalten lassen, so dass man ein Gespräch mit dem Sitznachbarn oder dem Zugpersonal führen kann, ohne den Kopfhörer abzunehmen. Während eines Telefonats ist das der Stummschalter.

Noise Cancelling

Ich habe keine Vergleichswerte, da dieser Kopfhörer mein erster ist, der ANC kann, daher kann ich auch nicht sagen, ob dieser hier besser oder schlechter ist als ein Modell eines anderen Herstellers. Ich kann nur beschreiben, wie ich das ANC wahrgenommen habe.

Beim Einschalten des ANC fällt sofort auf, tiefe Frequenzen werden hervorragend ausgeblendet. Ohne ANC höre ich störend mein eigenes Atmen, was sofort vollständig weg ist, wenn ich ANC einschalte.

Bei einer Busfahrt waren die tiefen Motorgeräusche fast komplett weg, einige Mitten und fast alle Höhen waren aber noch hörbar. Allerdings durch das ohrumschließende Design der Muscheln war auch das extrem in den Hintergrund gerückt.

Auf dem Flug war deutlich zu hören, dass die tieferen Triebwerksvibrationen ausgeblendet wurden. Auch die Muscheln haben fast den ganzen Rest gedämpft, so dass nur noch ein Geräusch zu hören war, dass man bestenfalls als etwas lautere Lüftung beschreiben kann. Macht man jetzt noch Musik in etwa Sprechlautstärke an, ist der Flieger gar nicht mehr zu hören.

Besonders lästig auf der besagten Terrasse in der Türkei war die Rasensprenganlage. Das Ding hat echt genervt! Aber mit dem Kopfhörer und ANC war auch das Geräusch fast komplett weg. Obwohl hier viel mehr höhere Frequenzen eine Rolle gespielt haben, konnte der Kopfhörer viele davon ausblenden. Und auch hier, mit moderat leiser Musik war auch das Geräusch völlig weg.

Persönlich empfinde ich das schon als beträchtlichen Vorteil gegenüber anderen Kopfhörern ohne ANC. Aber wie ich schon sagte, ich habe keine Vergleichswerte. Und ursprünglich ging es mir beim Kauf dieses Kopfhörers nur zweitrangig um das ANC, aber man bekommt ja heute kaum noch Bluetooth-Kopfhörer der gehobeneren Qualität ohne ANC.

Klangqualität

Soll das ein Scherz sein? 🙁 Verlässt man sich hier vollständig auf die Reviews, fällt man unweigerlich auf die …, wenn man jetzt gehobene oder sogar überragende Klangqualität erwartet.

Nun möchte ich ja nicht behaupten, die anderen Reviewer hätten Tomaten auf den Ohren. Aber bei 12 oder 15 Reviews, die ich gelesen habe, hat nur einer in einem Nebensatz erwähnt, dass der Klang nicht so toll wäre. Auch ein Heise-Autor hat bei einem Test von Kopfhörern mit ANC kurz erwähnt, der Klang sei jetzt nicht so toll. Da das aber nur 2 Meinungen waren, ging ich davon aus, es handelt sich hierbei um subjektive Meinungen. Aber wer wahrscheinlich überwiegend diese kompressorvergewaltigte Krachorgie hört, die manche „Musik“ nennen, dem wird vielleicht wirklich nicht auffallen, wo die Schwächen dieses Kopfhörers liegen.

Genau genommen hat der Kopfhörer 3 wesentliche Probleme, die ich hier im Einzelnen mal aufführen möchte. Obwohl ich betonen möchte, dass ich kein perfektes Gehör habe, und andere das durchaus anders empfinden können, finde ich doch, dass es sehr auffällig ist.

  • Mitten sind falsch. Die Bässe und Höhen gefallen mir bei diesem Kopfhörer echt gut. Aber die Mitten stimmen einfach nicht. Bei ausgeschaltetem ANC sind die Mitten zu gering, bei eingeschaltetem ANC sind die Mitten zu viel. Nur, wenn man die Elektronik des Kopfhörers komplett abschaltet und über das mitgelieferte 3,5 mm Klinkenkabel hört, ist der Klang geradezu optimal. Aber das ist ja irgendwo nicht Sinn und Zweck der Übung.
  • Loudness-Funktion oder Dynamikbegrenzer? Hört man ein Stück, dass über die gesamte Länge gleichmäßig laut ist, wird einem nichts auffallen. Hört man diese Loudness-Gruseligkeit, die manchmal so im Radio läuft, schon mal gar nicht. Aber hört man Musik, in der es öfter mal zu leiseren Passagen kommt, Klassik, manche Rock-Stücke, …, so wird in den leisen Passagen die Lautstärke angehoben. Setzt bei einem Rock-Stück dann der Rest wieder ein, so ist für den Bruchteil einer Sekunde das Ganze viel zu laut. Man hört also deutlich ein Lautstärkepumpen, bis sich der Kopfhörer wieder eingeregelt hat. Auch das ist, nutzt man das Kabel, nicht vorhanden.
  • Bässe sind bei eingeschaltetem ANC schwächer. Bei ausgeschaltetem ANC sind sie perfekt, ob nun mit oder ohne Kabel, aber bei eingeschaltetem ANC sind sie in Verbindung mit den überzogenen Höhen zu schwach.

Ich hatte den Support angeschrieben, weil ich diese Probleme, weil sie ja in der Software liegen, für lösbar halte. Ein paar Parameter anders eingestellt, und der Kopfhörer wäre mit einem Softwareupdate perfekt. Dass er es rein technisch kann merkt man ja, wenn man ihn ohne Elektronik direkt am Kabel betreibt. Aber außer einer bitte für eine genauere Beschreibung kam da nix mehr. Auch kein Softwareupdate.

Ich kann es nicht leiden, wenn mir ein Kopfhörer vorschreibt, welche Art Musik ich zu hören habe. Ich habe auch keinen Bock, 5 Kopfhörer für meine unterschiedlichen Wünsche mitzunehmen. Ich möchte, dass ein Kopfhörer einen möglichst neutralen klang hat, so dass ich, wenn ich das denn will, meine Klangpräferenzen mit einem Equalizer nachregeln kann. Will ich eine Bassorgie, dann schiebe ich halt die entsprechenden Regler hoch. Aber ich will halt nicht, dass der Kopfhörer hier eine Vorauswahl trifft. Plantronics, manchmal ist weniger mehr…

Ach und übrigens: Die Updater-Software ist für Blinde nicht bedienbar. Jedenfalls nicht mit Jaws. Da macht Sennheiser z. B. einen besseren Job.

Fazit

Wer überwiegend Techno und Trance hört, oder auch das, was so mainstream im Radio läuft, dürfte mit dem Kopfhörer keine schlechte Wahl treffen. Das ANC z. B. funktioniert gut, so weit ich das halt ohne Vergleichswerte sagen kann. Daher, seine aktuell bei Amazon gesehenen 139 €, ist er schon wert.

Wer aber in Sachen Musik etwas anspruchsvoller ist, könnte enttäuscht sein. Daher, testet den Hörer mit eurer Musik ausgiebig und entscheidet dann, ob ihr ihn behalten wollt.

Würde ich mir den Kopfhörer nochmal kaufen? Wohl eher nicht. Will ich ihn jetzt loswerden? Naja, wohl auch nicht. Denn die Soundprobleme sind zwar da, aber nicht zu dominant. Die Sache mit dem Lautstärke-Pumpen z. B. ist mir relativ spät aufgefallen. Man hört es halt nicht bei jedem Stück so deutlich. Aber es stört mich, da es mir halt auffällt. Auch die zu deutlichen Mitten bei eingeschaltetem ANC stören mich, aber sie sind nicht zu extrem.

Wären mir diese Probleme schnell aufgefallen, hätte ich das Ding wohl zurückgeschickt. Aber zum einen macht sich das erst nach einer Weile des Hörens bemerkbar, und zum anderen fallen manche Dinge erst bei bestimmten Titeln auf. Daher habe ich mir jetzt eine Test-Playlist erstellt, die ein evtl. neuer Kopfhörer bestehen müsste.

Noch behalte ich den Backbeat Pro, aber irgendwann wird mich das wohl zu sehr nerven, so dass ich mir wahrscheinlich dann doch recht plötzlich einen neuen Kopfhörer kaufen werde. So was kann bei mir durchaus schnell gehen, wenn mich das Teil zu sehr annervt. Wirklich rundum glücklich bin ich damit jedenfalls nicht.

Fehlerhafter iTunes-Kauf und hilfloser Apple Support

Ja, endlich! Neue Folgen vom Gruselkabinett! Sturm auf iTunes und heruntergeladen, die Folgen! Tja, das dachte ich mir auch nur so, denn iTunes hatte vor, seinen Spaß mit mir zu haben…

Freitags ist Hörspielfreitag, außer für John Sinclair, der will lieber Donnerstags gekauft werden… 🙂 Also las ich, dass am 15.07. die Folgen 110 und 111 des Gruselkabinetts rauskommen. Und weil das ja so schön schnell und bequem geht, kaufe ich meine Hörspiele, so es denn geht, bei iTunes. Es gibt aber auch welche, die kriege ich darüber nicht, aber das soll mal jetzt nicht das Thema sein.

Ich gehe also über die Suche bei iTunes und gebe „Gruselkabinett“ ein. Die Folgen kosten jeweils 5,99 €, was ich für einen absolut guten Preis halte. Ich kaufe also Folge 110 und wundere mich schon, warum der Dreiklang so schnell kommt. Klar, ich habe eine 50-MBit-Leitung, aber das war dann doch etwas zu schnell. OK, denke ich, gucke ich später nach, jetzt erst mal noch Folge 111 gekauft. Und hier dauerte es dann tatsächlich gewohnt lange, bis der Dreiklang kam.

Als ich dann nachgesehen hatte, fand ich heraus, dass Folge 111 mit 13 Tracks tatsächlich vollständig geladen wurde. Aber Folge 110 war unvollständig. Hier wurden nur die Tracks 3, 4, 12 und 13 geladen, die restlichen Tracks fehlten. Auch diese Folge besteht normal aus 13 Tracks.

Naja, dachte ich, wird wohl beim Download was schiefgegangen sein, wird schon nicht so schlimm sein. Also löschte ich die Folge aus der iTunes-Mediathek, um sie aus der Cloud erneut zu laden. Und was sehe ich da? Auch in der Cloud sind nur diese 4 Tracks.

Aber ich gerate immer noch nicht in Panik, denn es gibt ja noch die Möglichkeit, über den Menüpunkt „Käufe“ zu gehen. Also lösche ich das Album erneut aus der Mediathek, und gehe in den Bereich getätigter Käufe. Dort finde ich das Album und betätige die Schaltfläche „Laden“. Auch jetzt, der Ton für den Dreiklang kommt viel zu früh, und als ich nachsehe, finde ich wieder nur diese 4 Tracks.

So langsam werde ich dann doch ungehalten und suche auf der Webseite von Apple nach einer Supportmöglichkeit. Ich finde auch eine und schildere mein Problem per Mail. Ich mache so was lieber per Mail, weil ich so die Möglichkeit habe, alles genau auszuformulieren und zu schildern. Besonders die Dinge zu schildern, die ich schon unternommen habe, damit der Support mich diese Dinge nicht erneut durchführen lässt. Nun, bis Montag kam vom Apple Support keine Antwort.

Am Montag war ich dann schon leicht angesäuert, also rief ich dann doch über die Rückruffunktion den Apple Support für iTunes an. Ein völlig enthusiastischer Support-Mitarbeiter, nennen wir ihn mal Captain Obvious, warum, seht ihr gleich noch, jodelte mir sogleich fröhlich ins Ohr.

Ich sagte also:

Also ich habe da ein Problem mit einem gekauften Album.

Worauf Captain Obvious antwortet:

Ah, sie haben also ein Problem mit einem gekauften Album! Welches Album denn?

Ich nenne ihm den Namen:

Das ist das Gruselkabinett Folge 110, Der Drachenspiegel.

Worauf Captain Obvious fröhlich jodelt:

Aha, es handelt sich also um das Hörspiel Gruselkabinett Folge 110, Der Drachenspiegel.

So, und jetzt wisst ihr auch, warum ich ihn Captain Obvious genannt habe. Ich verzichte dann also weiterhin, die teils dämlichen Dialoge vollständig wiederzugeben.

Zunächst einmal gelang es mir nicht, ihm die Sache zu schildern. Er kam immer, wie eine falsch programmierte Schleife, auf die gleichen Punkte zurück, Cloud laden, Käufe suchen… Bis es mir dann zu bunt wurde und ich dann auch tatsächlich etwas lauter wurde. Ganz plötzlich kam ihm die Idee, er könne ja mal in meine Daten gucken. Wahnsinn, dachte ich, Captain Obvious ist wieder im Dienst!

Da wird ihm tatsächlich klar, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmen kann. Denn auch er sieht, dass zwar alle 13 Tracks als gekauft gekennzeichnet sind, aber tatsächlich nur diese 4 Tracks meiner Apple ID zugeordnet sind. Also sagt er:

Ich bin ja auch jemand, der haben will, wofür er gezahlt hat, genau wie Sie auch, also kontaktiere ich mal meinen Vorgesetzten!

Mir lag echt auf der Zunge, zu sagen, „Wahnsinn! Sie sind tatsächlich auch einer von denen, die eine Gegenleistung für Ihr Geld haben wollen? Boa, ich dachte schon, Sie wären nicht so einer!“. Aber ich konnte mich gerade noch so zurückhalten und habe einfach nur „Mhm“ gesagt…

Nun wartete ich so um die 8 Minuten und hörte mir eine ätzend schröggelige Warteschleifenmusik an. Dann kam er wieder, und seine Vorgesetzte war ebenfalls mit in der Leitung. Nun hat die Frau sich sichtlich Mühe gegeben, das Problem zu verstehen, aber dank ihrem nicht wirklich vorhandenen Deutsch gelang es mir eigentlich kaum, sie zu verstehen…

Jedenfalls äußerte die Dame den Verdacht, der Distributor könnte die Folge evtl. fehlerhaft hochgeladen haben. Sie wollte sich also schnell drum kümmern und sich an mich wenden.

Nun ist es Donnerstag, und ich habe immer noch nichts gehört. Also habe ich wieder über die Rückruffunktion angerufen und wurde vertröstet, es würde sich drum gekümmert. Aber ganz ehrlich, ich hatte nicht den Eindruck. Und eigentlich war ich des Affentheaters auch Leid!

Kurz nach dem Telefonat habe ich über die Funktion „Ein Problem melden“ aus der Rechnungs-Mail den Kauf storniert. Kurz drauf erhielt ich auch schon die Gutschriftsbestätigung.

Als Ergebnis muss ich sagen, dass mein Vertrauen in den Kauf digitaler Medien nachhaltig zerstört ist. Klar, Fehler passieren. Ein Datenbankzugriff im falschen Moment, ein Speicherfehler, ein Programmabsturz, und etwas gerät durcheinander. Alles kein Thema. Aber die Qualität zeigt sich dann, wenn es darum geht, mit dem Fehler umzugehen. Und hier hat Apple keinen guten Job gemacht.

Ich bin mir sicher, dass solche Fehler äußerst selten vorkommen, wenn überhaupt. Aber wenn es dann dazu kommt, erwarte ich, für mein gezahltes Geld auch das gezahlte Produkt zu bekommen. Ich hätte also erwartet, dass man dem auf den Grund geht, was da schiefgelaufen sein könnte. Denn der Fehler war ja auch für die Apple-Mitarbeiter nachvollziehbar. Stattdessen werde ich knapp eine Woche hingehalten.

Ich weiß noch nicht, ob ich jemals wieder ohne Misstrauen bei iTunes einkaufen kann. Wahrscheinlich eher nicht. Wahrscheinlich ist eher, dass ich den Kauf sofort storniere, wenn es auch nur den klitzekleinsten Schluckauf gibt, weil ich diese Support-Odyssee ganz sicher nicht noch einmal mitmachen werde. Aber was immer die da in ihren Kaffee tun, um so enthusiastisch zu sein, ich hätte gern auch ein oder zwei Säckchen davon!

Und Apple will Zahlungsdienstleister werden?! Auf absolut gar keinem Fall mit mir! Nicht, bevor Apple bezüglich der Sicherheit und evtl. auftretender Fehler ganz deutliche und unmissverständliche Garantien macht! Wie gesagt, mein Vertrauen ist nachhaltig zerstört. Bis ich das wieder entwickeln kann, muss Apple einiges vorlegen!

Nochmal: Vielleicht bin ich der einzige, dem so was passiert ist. Vielleicht passiert es auch nie wieder, weil die Umstände an dem Tag vielleicht einfach Mist waren. Aber so lange Apple das nicht sagt und klar macht, was da schiefgelaufen ist, traue ich dem Braten einfach nicht. Denn solange ich das Gefühl habe, dass Apple gar nicht verstehen will, wo das Problem hier lag, um es zukünftig zu vermeiden, muss man immer wieder damit rechnen.

Dies ist meine persönliche Erfahrung mit dem iTunes Store und dem Apple Support. Andere mögen andere Erfahrungen gemacht haben. Daher betrachtet das auch bitte als meine persönliche Meinung und keine generelle Darstellung.

Update vom 25.07.

Heute bekam ich dann eine Mail vom iTunes Support, ich könne den Artikel nun laden, die Techniker hätten das Problem behoben. Dann fiel der Dame doch noch auf, dass ich den Artikel ja storniert hätte.

Auf meine Ausführungen, dass ich jetzt seit 10 Tagen auf eine Lösung warte und keine Nachricht bekomme, ob und wie der Stand ist, bekam ich nur die Antwort, man müsse ja auf den Distributor warten. Er müsse ja die Dateien liefern. Sie versteift sich weiter darauf, dass der Hersteller die Dateien nicht vollständig hochgeladen hat.

Und hier zweifele ich wirklich an den Fähigkeiten des Supports. Ich habe eben vor dem Editieren dieses Artikels mal gegoogled, ob es noch Andere gibt, die das Problem haben. Kann das sein? Kann es wirklich sein, dass ich der Einzige bin, der das Gruselkabinett 110 per iTunes gekauft hat? Denn wenn wirklich der Distributor Schuld gewesen wäre, hätten alle Käufer das Problem gehabt, und dann wäre das Netz voll von Beschwerden! Daher zweifele ich diese Version der Geschichte stark an.

Dies ist für mich noch ein Beweis, dass mein Vertrauen in Apple und iTunes fehl am Platze war. Und auch als Zahlungsdienstleister mit Apple Pay, wie soll das denn laufen? Ist bei einer Abbuchung von 500 € statt 50 € dann der Hersteller des Kassenterminals schuld? Auch dann, wenn der Betrag bei mir auf dem Display und bei dem Kassierer richtig angezeigt wurde, aber die Datenbank einen Schluckauf hatte? Nein, mein Vertrauen ist erst mal futsch! So viel Geld habe ich nicht, dass ich das riskieren könnte.

In Zukunft werde ich halt gar nicht mehr bei iTunes kaufen, sofern es geht. Ist ja nicht so, als gäbe es keine Alternativen. Sollte ich es später doch noch mal mit iTunes probieren, werde ich extrem misstrauisch sein. Sollte beim Download etwas schiefgehen, und das Laden aus der Cloud bringt keine Abhilfe, wird sofort storniert.

Traurig, aber vom Apple Support hätte ich schon etwas mehr erwartet. Selbst ein ehrliches „Keine Ahnung“ hätte ich problemlos akzeptiert. Aber dieses aus der Luft Greifen ist doch etwas hinterhältig. Denn, so habe ich das jedenfalls empfunden, sollte mein Zorn von Apple weg auf Titania Medien gelenkt werden. Und das ist beim besten Willen nicht die feine Englische.

Kann ich auf mein MacBook verzichten?

Für einen Tag habe ich mal komplett auf mein MacBook verzichtet. Ich wollte sehen, ob ich die Dinge, für die mein Mac mittlerweile selbstverständlich geworden ist, auch mit anderen Mitteln durchführen kann.

Der Grund für dieses Experiment ist schnell erklärt. Mein MacBook ist ein MacBook Pro von Ende 2011 und wurde von mir im Februar 2012 gekauft. Da das Gerät also schon ein paar Tage auf dem Buckel hat, und der Akku so langsam anfängt, Schwächen zu zeigen, kam die Überlegung auf, evtl. ein neues Gerät zu kaufen. Hierbei habe ich aber noch einige Optionen:

  • Ich könnte in einem Apple Store einfach den Akku tauschen lassen. Das MacBook selbst ist ja in Ordnung und könnte so noch einige Zeit laufen.
  • Ich könnte ein aktuelles MacBook kaufen, welches Modell, muss sich dann ergeben.
  • Ich nehme ein Windows-Notebook.

Die Entscheidung hat noch Zeit, und getroffen habe ich sie auch noch nicht. Also wurde es mal Zeit zu überprüfen, ob der Mac noch immer lohnenswert für mich ist. Und das Ergebnis war für mich selbst überraschend, obwohl ich damit hätte rechnen können… 🙂

Ich habe hier einen großen Windows-Tower, der auch noch rege genutzt wird. Das liegt einfach daran, dass er einen wesentlich stärkeren Prozessor hat. Für TV-Sendungen, die ich aufgezeichnet habe und behalten möchte, benötige ich diesen. Der PC wandelt dann die doch recht großen TS-Dateien in handlichere MKV-Dateien um. Genau so verfahre ich auch mit diversen Camcorder-Aufnahmen, die ich selbst mache oder von der Familie bekomme. Dies würde auf dem MacBook zu lange dauern und diesen unnötig ewig blockieren.

Also habe ich meine Vorgehensweise mit diversen Arbeiten mit Mac OS X 10.11.4 und Windows 7 X64 verglichen. Windows 8 oder höher habe ich nicht, daher kann ich nicht sagen, wie es damit gelaufen wäre.

Twitter

Auf dem Mac nutze ich Yorufukurou als Twitter-Client. Der offizielle Client von Twitter soll aber auch immer zugänglicher werden. Mal sehen, vielleicht probiere ich den später mal aus.

Mit VoiceOver ist Yorufukurou, oder auch Night Owl, sehr gut bedienbar. Er unterstützt mehrere Accounts, man kann leicht zwischen den Ansichten wechseln und die Tweets lesen.

Für das Experiment habe ich Twitterific auf dem iPhone genutzt. Am Windows-Rechner habe ich zur Zeit keinen Client, obwohl es dazu auch bedienbare Clients geben soll. Aber so einen habe ich nicht, und die Webseite wollte ich nicht nutzen.

Twitterific ist an sich gut nutzbar. Aber was mich halt stört ist das Schreiben auf der virtuellen Tastatur. Das dauert mir, ehrlich gesagt, zu lang. Mit einer externen Bluetooth-Tastatur sähe das wohl anders aus, aber so macht es nur wenig Spaß! Vielleicht besorge ich mir ja bald mal eine.

RSS-Feeds

Um einen Überblick über die Nachrichtenlage und der Blogs zu haben, nutze ich seit einer Ewigkeit RSS. Am Mac nutze ich hierfür den Vienna-RSS Reader. Dieser ist mit VoiceOver hervorragend bedienbar und ist ähnlich aufgebaut wie viele Mailprogramme. Was ich besonders gerne nutze sind virtuelle Ordner. Hier fasse ich Gruppen von Ordnern zusammen. Zum Beispiel habe ich so alle Blogs und RSS-Feeds zusammengefasst, die ihre vollständigen Artikel im Feed posten. So kann ich diese alle markieren und, ähnlich einer Zeitung, vorlesen lassen.

Am PC nutze ich für RSS-Feeds Thunderbird. Auch dieser ist mit diversen Screen Readern bedienbar. Auch dieser macht keine Probleme. Allerdings fand ich während meines Experiments, dass Vienna doch etwas komfortabler zu bedienen war. Will ich z. B. den vollständigen Artikel in einem Browser öffnen, muss ich umständlich mit dem Jaws-Cursor den Original-Link suchen und einen Klick ausführen. Das ist umständlich und zeitraubend. Bei Vienna brauche ich auf dem entsprechenden Artikel nur auf Enter hauen. 🙂

Mail

Das vorinstallierte Mailprogramm in OS X ist bedienbar. Allerdings hat es, meiner Ansicht nach, einige Probleme. So sehe ich z. B. nicht, welche Ordner zu welchen IMAP-Accounts gehören, es verhält sich beim Weiterleiten und Antworten etwas umständlich und ich finde generell, dass das Handling des Programms schwerfällig ist. Gut, es funktioniert und ist bedienbar. Aber komfortabel geht anders. Ich weiß von kostenpflichtigen Programmen, die hier wohl einen besseren Job machen, aber das habe ich noch nicht probiert. Vielleicht lade ich mir mal eine Demoversion. Allerdings scheue ich mich davor, all meine Accounts erneut einrichten zu müssen.

Am PC nutze ich Thunderbird für Mail. Hier muss ich sagen, läuft es, wie ich es von einem Mailprogramm erwarte. Die Ordnerstruktur ist klar, alle Felder sind erreichbar und das ganze Handling entspricht dem, was ich seit nunmehr Jahrzehnten gewohnt bin. Leider ist Thunderbird auf dem Mac nicht mit VoiceOver bedienbar, sonst würde ich es auch dort nutzen.

Office

Nun, es gibt sie, die Office-Apps für den Mac. Pages, Numbers und Keynote. Ich finde das Arbeiten damit aber sehr umständlich. Mich stört zum einen, dass sie immer standardmäßig in ihrem eigenen proprietären Format speichern wollen und das nicht anders konfigurierbar ist, und das Exportieren in andere Formate ist denkbar umständlich. Man mag in Pages vielleicht einen einfachen Geschäftsbrief hinbekommen, aber wenn es mal komplexer werden soll, komme ich mit VoiceOver nicht wirklich weit. Es geht, irgendwie, aber sehr umständlich.

Unter Windows nutze ich Microsoft Office. Klar, teuer, aber was soll ich sagen, es funzt einfach! Geschäftsbriefe, Dokumente mit Inhaltsverzeichnis und Index, und auch recht komplexe Formatierungen kriege ich damit problemlos hin. Auch Excel ist kein Problem, wogegen ich mit Numbers unter Mac irgendwie nicht warm werde.

Es wurde mir schon gesagt, dass Office 2016 bereits mit VoiceOver kompatibel sei. Ich höre aber auch, dass dies noch nicht in dem Maße funktioniert, wie ich das unter Windows gewohnt bin. Vielleicht probiere ich es mal aus, wenn die Unterstützung von VoiceOver fortschritte macht.

Homebanking

Unter OS X nutze ich schon von Anfang an Bank X. Das Stück Software kann einfach alles, was ich von einer Banking-Software erwarte, inklusive Reports, die mir schnell und unkompliziert einen Überblick geben. Auch diese Software ist gut mit VoiceOver bedienbar. Das war am Anfang nicht so, aber mittlerweile hat sich da vieles sehr zum Guten gewandelt.

Unter Windows habe ich früher noch mit einer alten Version von Quicken gearbeitet. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist mir kein Programm bekannt, welches meinen Ansprüchen genügt. Es gibt da wohl Banking For W, oder wie das Teil jetzt heißt, aber auch hier, es muss kostenpflichtig ein Jaws-Script gekauft werden, damit es funktioniert. Kurz gesagt, wird an der Homebanking-Software was geändert, darf man evtl. noch die Scripte kostenpflichtig updaten. Das wäre mir dann doch zu viel Abhängigkeit.

Natürlich besteht diese Gefahr auch bei Bank X. Wenn die ihre Oberfläche ändern, könnte es auch mit VoiceOver zu Problemen kommen. Aber da der Support hier sogar in den jeweils neuen Versionen gut auf die Bedürfnisse von VO-Nutzern eingegangen ist, sehe ich diese Gefahr eher als klein an.

Blogs

Unter Windows schreibe ich in Blogs, indem ich mich in die Administrationsoberfläche der Blogs einlogge und dort einen neuen Artikel erstelle. Das geht, ist sogar recht komfortabel, dauert aber. Man muss hier zu den jeweiligen Formularelementen springen, Einstellungen vornehmen und der Editor ist simpel.

Am Mac mache ich das mit MarsEdit. Hier habe ich beide Blogs eingestellt, die ich betreibe. Nun kann ich ganz einfach ein neues Dokument, ähnlich einer neuen Mail, erstellen, schreiben und mit einem Tastendruck veröffentlichen. Das geht auch mit eingebetteten Bildern, HTML-Tags oder, wie ich das gerade mache, geschrieben in Markdown. Auch dieser Artikel wird gerade mit MarsEdit geschrieben.

Auch für Windows gibt es solche Software. Ich habe auch so das Eine oder Andere davon genutzt. Ob es Browser-Plugins waren, oder eigenständige Programme. Bedienbar waren sie alle mehr oder weniger schlecht. MarsEdit hingegen ist vollständig bedienbar und sehr komfortabel. Nur das Schreiben von Artikeln über die Webseite des Blogs wäre hier für mich eine Alternative, aber auch nur, wenn ich meinen Mac gerade nicht zur Hand habe. 🙂

SSH

Ich administriere meinen Homeserver per SSH. Die Blogartikel hierüber kann man auch hier auf TuKSuB finden. Aber dies tue ich ausschließlich über Windows. Hier nutze ich Cygwin. Dies lässt sich zumindest mal mit Braillezeile hervorragend bedienen. Allein auf Sprache würde ich mich hier nicht verlassen wollen.

Am Mac hingegen ist SSH im Terminal eher was für Notfälle. Editieren von Konfigurationsdateien, generell die Steuerung mit VoiceOver, finde ich eher subobtimal. Hier ist der Mac also definitiv keine Alternative, jedenfalls noch nicht. Es könnte sein, dass es irgendwann mal eine App gibt, die das besser löst.

Fazit

Das soll mal nur ein Überblick sein. Und an einem einzelnen Tag kann man auch nicht alles testen. Zum Beispiel habe ich meinen Mac noch nie zum Scannen und für die Texterkennung genutzt. Das habe ich schon immer mit dem Windows PC gemacht, weswegen hier auch nicht verglichen werden kann.

Grundsätzlich ist zu sagen, würde ich auf etwas Komfort verzichten, könnte ich auch ohne Mac. Aber der Mensch ist halt bequem. 🙂 Daher wird der Mac auch bleiben. Nichts desto trotz werde ich vieles weiter auf Windows tun. Mail und Office erledige ich vorzugsweise auf Windows, Homebanking sowieso nur auf Mac und der Rest? Nun, Mal so, mal so. Windows läuft hier in einer virtuellen Maschine gut genug, um diese Aufgaben auch am MacBook durchzuführen.

Sollte also irgendwann in naher Zukunft die Entscheidung anstehen, ein neues Notebook zu kaufen, wird es höchstwahrscheinlich ein Mac oder vielleicht sogar nur ein Akkuaustausch.

Überraschend war für mich, obwohl ich fast alles auch auf Windows machen kann, wie unersetzlich der Mac doch geworden ist. Besonders beim Homebanking fällt das auf. Ich hätte erwartet, auch auf Windows das eine oder andere bedienbare Programm zu finden, aber dass es da eigentlich kaum was gibt, hat mich dann doch überrascht. Auch beim Thema Steuererklärungen. Im Mac AppStore gibt es eine App, die mit VoiceOver bedienbar ist, am PC suche ich noch verzweifelt nach einer Software, mit der ich Steuererklärungen machen könnte.

Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja mal in die Kommentare schreiben, ob ihr von Windows auf Mac umgestiegen seid, welche Erfahrungen ihr dabei gemacht habt und ob ihr dabei bleiben wollt. Auch der umgekehrte Weg würde mich interessieren, seid ihr evtl. von einem Mac auf Windows um- oder zurückumgestiegen?

Warum TuKSuB nicht mehr bei Blindzeln ist

Es ist im Zuge der Trennung von TuKSuB die eine oder andere ziemlich unschöne Mail geschrieben worden. Zum Beispiel wurde mir gesagt, ich möchte diktatorisch entscheiden, wen ich rausschmeißen möchte, und ich sei ja nicht Teamfähig, da ich mich an Mehrheitsbeschlüsse nicht halten wolle und meine eigene Meinung durchsetzen wolle.

In einer Hinsicht stimmt das, ich wollte mich dem Mehrheitsbeschluss nicht beugen, da dieser Beschluss gegen die Blindzeln-Regeln war. Ich habe mich strickt an die Regeln gehalten, dennoch wurde anders entschieden, und ich konnte nicht nachvollziehen, warum. Ich werde mal den Sachverhalt erläutern, damit ihr euch ein Bild machen könnt.

Gegen Ende 2012 hat sich ein Nutzer der Liste TuKSuB derart benommen, dass ich verwarnen musste. Das Verhalten hörte nicht auf, so dass ich die Moderation beantragt habe, was auch passiert ist. Durch mehrmaliges Fehlverhalten des Nutzers wurde sogar ein Ausschluss für 1 Jahr durchgeführt.

Bis hier ist ja alles gut. Aber Ende 2013 wurde der Nutzer wieder zugelassen, wobei schnell ersichtlich war, dass das Verhalten sich nicht geändert hat. Und hier beginnen die Probleme.

Auf einer Webseite, die nur für die Moderatoren zugänglich ist, und daher nicht von mir verlinkt wird, sind die Richtlinien klar definiert, an die ich mich gehalten habe. Also beginnen wir mit der ersten Eskalationsstufe:

a.) Verwarnung

Bei Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen erfolgt eine Verwarnung per persönlicher Mail an den betreffenden Nutzer/die Nutzerin durch die inhaltliche Moderation des betreffenden Forums. Die Verwarnung kann in der Liste publiziert werden.

Genau das habe ich gemacht, da der Listenfrieden nachhaltig gestört war. Aber nach der Verwarnung wurde es nur noch schlimmer, so dass ich mich dazu entschlossen habe, die zweite Eskalationsstufe zu überspringen:

b.) Moderation

Es ist möglich einen Nutzer/eine Nutzerin zu moderieren, wenn er / sie nachweislich Unruhe stiftet, das Thema der Liste wiederholt missachtet, und alle diplomatischen Bemühungen der Moderatoren keine Besserung bringen.

Warum also habe ich diese Eskalationsstufe übersprungen? Weil die betreffende Person für genau dieses Vorgehen schon mal 2012 verwarnt, moderiert und sogar zeitweilig ausgeschlossen wurde. Und da die betreffende Person ihr verhalten nicht im geringsten geändert hat, und der Vorgang für mich sozusagen nicht beendet wurde, kurz gesagt, da ich der Meinung bin, dass es sich hier noch immer um den gleichen Vorgang handelt, habe ich diese Stufe übersprungen. Die Person wurde verwarnt, moderiert und zeitweilig ausgeschlossen, und hat ihr verhalten nicht geändert. Was hätte mich denn davon überzeugen sollen, dass die Person sich doch geändert hätte? Was hätte eine erneute Moderation gebracht, wo die erste doch schon erfolglos war? Zudem hat die Person per Mail nur allzu deutlich gemacht, dass sie meine Meinung nicht interessiert.

Also habe ich, und das Datum wird noch mal wichtig, am 31.03. den Ausschluss aus der Liste beantragt:

c.) Ausschluss aus einer Liste bzw. aus allen BLINDzeln-Listen

Sollte ein Nutzer/eine Nutzerin auch im Status ‚moderiert‘ keine Einsicht zu den getroffenen Maßnahmen zeigen und versuchen, weiterhin gegen die Nutzungsbedingungen zu verstoßen, haben die Moderatoren die Möglichkeit, den Nutzer / die Nutzerin aus dem Status ‚Moderation‘ heraus, aus der Liste auszuschließen.

Kurz gesagt, alles, was bisher war, ist vergeben und vergessen, und da der Nutzer nicht mehr auf Moderation stand, wird alles resettet und neu gestartet. Nun, das mag ja die Meinung von Blindzeln sein, aber denkt mal an die anderen Nutzer der Liste. Für mich gehört das gleiche Vergehen auch zum gleichen Vorgang, und an diesem Punkt greift die Regel zu kurz. Und dennoch habe ich den Ausschluss beantragt, am 31.03., weil ich der Meinung bin, dass sich der Listenfrieden nur so wiederherstellen lässt.

So, und warum poche ich so auf’s Datum? Guckt mal hier:

Über einen Antrag auf Ausschluss darf frühestens 24 Stunden nach Einbringung in die MOD-Liste entschieden werden. Die Entscheidung muss innerhalb von 48 Stunden getroffen werden.

Nun, wir haben den 08.04. und ich habe immer noch keine Entscheidung. Zwar ist die Trennung von Blindzeln weitestgehend vollzogen, die alte Liste läuft wieder, aber was jetzt genau ist, weiß ich nicht. Mein Blindzeln-Postfach wurde bereits gelöscht, die Mod-Liste empfange ich daher nicht mehr, aber die Liste bei Blindzeln wurde noch nicht abgewickelt. Ich weiß also nicht mal, ob ich überhaupt noch als Moderator tätig bin, bis zur Abwicklung. Was aber noch viel schöner ist, da ich die Mod-Liste nicht mehr bekomme, werde ich wohl auch kaum erfahren, was hier noch entschieden werden wird.

Und jetzt erwarte ich von Jedem, der der Meinung ist, ich würde diktatorisch Leute zum Spaß rausschmeißen, dass er den Finger millimetergenau auf die Stelle legt, wo ich mich grob und willkürlich und ohne jede Veranlassung über die Regeln hinweggesetzt habe.

Die Tatsache, dass sich Blindzeln an seine eigenen Regeln nicht hält, war es, warum ich mich für die Trennung entschieden habe. Nicht, wie manche weit über mir in der Nahrungskette von Blindzeln behaupten, ich wolle Alleinherrscher sein.

Ich hoffe, ich konnte einige der Entscheidungen, die ich in letzter Zeit getroffen habe, erklären. Sollte hier noch Diskussionsbedarf vorhanden sein, so stehe ich gerne zur Verfügung.

TuKSuB ist nicht mehr Teil von Blindzeln

Seit dem 01.04. ist die Mailingliste TuKSuB nicht mehr Mitglied bei Blindzeln.

Im Sommer 2012 wurde die Mailingliste TuKSuB in die Platform Blindzeln integriert. Ziel war es, die Arbeit so aufzuteilen, dass die technische Administration durch Blindzeln durchgeführt wird, und ich als Moderator tätig bin.

Statt jedoch TuKSuB technisch zu betreuen und die Moderation mir zu überlassen wurde, wie ich merkte, TuKSuB in Blindzeln regelrecht assimiliert. Dies war so nie meine Absicht. Das Ergebnis war, dass ich als Moderator kaum noch tätig werden konnte. Wenn es in der Liste zu Streitereien kam, konnte ich nicht effektiv eingreifen, weil ich erst die bürokratischen Strukturen von Blindzeln durchlaufen musste.

Als Konsequenz dessen, und weil ich TuKSuB weiterhin betreiben möchte, habe ich die Kooperation beendet. TuKSuB muss unter Regeln arbeiten können, wo der User geschützt ist, aber dennoch größtmögliche Freiheit im Themenspektrum hat. Unter Blindzeln war das nicht möglich, da ich auf Listentrolle nicht zeitnah reagieren konnte.

Die Liste TuKSuB wird wieder auf dem Server AS-2 betrieben, wie es auch zu Beginn der Fall war. Um die technische Administration und Moderation kümmere ich mich nun wieder selbst.

Anmeldeinformationen zur Mailingliste finden Sie, wenn Sie oben im Menü auf „Mailingliste“ klicken.

Warum ich von der iCloud weg will

Als ich mit dem Nokia Communicator 9210 mein erstes sprechendes Smartphone mit Talks hatte, wäre mir nie in den Sinn gekommen, je was anderes nutzen zu wollen. Später bin ich auch bei Nokia und Talks geblieben. Für meine Daten war das nie ein Problem, ich habe ja immer schon mit Outlook synchronisiert. Somit hatte ich nie die Entscheidung zu treffen, wie ich meine Daten von einem Gerät zum anderen bekomme. Später mit dem Communicator 9500 und den späteren S60-Geräten stellte sich diese Frage nie. Und als ich dann auf das iPhone mit VoiceOver gewechselt bin, ist mir auch nie der Gedanke gekommen, ich würde mal was anderes nutzen wollen. Und im Augenblick ist das immer noch der Fall. Zwar habe ich meine Daten jetzt nicht mehr mit Outlook synchronisiert, sondern mit der iCloud, aber auch hier war der Umstieg einfach. Doch was, wenn ich irgendwann doch mal was anderes nutzen möchte? Schließlich bin ich irgendwann ja auch von Talks weggegangen, was, wenn ich vom iPhone weg will? Die Daten aus der iCloud zu bekommen, ist hier nämlich gar nicht so wirklich vorgesehen. Es steht für mich zwar gerade kein Wechsel an, aber dennoch, jetzt, wo ich quasi keinen Zeitdruck habe, könnte ich mich ja mal mit diesem Thema beschäftigen. Dies habe ich getan, und habe meine Daten aus der iCloud befreit.

Dieser Gedankengang ist durchaus inspiriert vom Blogeintrag von Marco Zehe, wo er seinen Umstieg auf Android beschreibt. Zwar will ich gerade nicht wechseln, aber was, wenn doch? Wie kriege ich dann meine Daten aus der iCloud? Marco hat den Weg über einen Exchange Server genommen, was auch gut ist, denn das wird von so gut wie allen Smartphones und Systemen unterstützt. Ich habe mich stattdessen für CalDAV und CardDAV entschieden.

Notizen

Hier synchronisiere ich mit dem IMAP-Mailaccount. OK, nicht die beste aller Lösungen. Hier werde ich mir auch noch was einfallen lassen, zumal es auch wieder so eine Apple-eigene Sache ist. Es hat aber den Vorteil, dass ich die Notizen im Mailprogramm auf Windows oder sonst wo wenigstens lesen kann, wobei das Erstellen eher ein Problem ist. Vorübergehend kein Problem, aber eine Lösung muss dennoch mal her.

Kontakte

Meine Kontakte habe ich bisher mit der iCloud synchronisiert. Das hat den Nachteil, dass fast nichts außer Apple-Geräte und -software auf diese zugreifen konnte. Das hat mich schon immer gestört, da ich mit Thunderbird unter Windows gelegentlich arbeite und dort nur ein veraltetes Adressbuch nutzen kann. Also war dies mein erstes Ziel. Die Daten mussten ja erst mal aus der iCloud raus. Hierzu geht man auf die Seite www.icloud.com und meldet sich mit seiner Apple-ID an. Unter Windows und Firefox ist die Seite nicht wirklich schön zu bedienen, geht aber. Man sucht sich hier die Taste „Kontakte“, aktiviert diese und geht dann ziemlich weit unten auf den Schalter „Aktionen-Menü einblenden“. Es öffnet sich ein Menü, aus dem uns aber nur 2 Einträge interessieren. Zunächst aktivieren wir „Alles auswählen“, anschließend muss das Menü erneut aufgerufen werden. Nun aktivieren wir den Punkt „vCard exportieren“. Es wird eine einzelne VCF-Datei heruntergeladen, in der alle Kontakte enthalten sind.

Als Cloud-Anbieter habe ich mir die Blindzeln Cloud ausgewählt. Hier läuft eine Owncloud-Instanz. Mich interessiert der Datenspeicher nicht, ich lege ohnehin nur selten Daten in die Cloud. Aber was mich interessiert ist CalDAV und CardDAV. Daher habe ich das kleinste Paket mit 1 GB Speicher ausgesucht. Und 2 Euro im Monat sind jetzt nun auch nicht die Welt! 🙂

Nun melde ich mich also bei meiner Owncloud-Instanz an, wähle aus dem Menü „Kontakte“ und suche nach dem Import-Knopf. Der ist aber leider nicht sehr leicht zu finden. Hier gibt es 3 unbeschriftete Buttons: Unbeschriftet 0, Unbeschriftet 1 und Unbeschriftet 2. Der Button „Unbeschriftet 1“ ist der Import-Button, durch Ausprobieren herausgefunden. 🙂 Hier kann man nun die eben heruntergeladene VCF-Datei hochladen. Innerhalb von Sekunden waren alle meine Adressen vorhanden.

Nun noch den Account in Mac, iPhone und Thunderbird einbinden, und alles ist bestens. Nach oberflächlichem Überfliegen kann ich sagen, alle Daten sind da, und auch die Feldbezeichnungen und Zuordnungen der Telefonnummern stimmt noch. Da CardDAV von vielen Systemen und Programmen genutzt wird, bin ich somit unabhängig von Soft- und Hardware.

Ach ja: Wer CardDAV mit Thunderbird nutzen möchte, benötigt die SOGO_Connector Erweiterung.

Kalender und Erinnerungen

Das ist schon etwas schwieriger, weil ich in der iCloud keine Option gefunden habe, die Kalenderdaten zu exportieren. Vielleicht gibt es eine, ich habe jedoch keine gefunden. Daher habe ich den CalDAV-Account einfach in meine Geräte und Software eingebunden und manuell alle Termine umgestellt. Im iPhone z. B. kann man in den Ereignisdetails auswählen, in welchem Kalender er auftauchen soll. So habe ich die Ereignisse, die mir wichtig sind, auf meinen Owncloud-Kalender umgestellt. Wenn man das mit allen Ereignissen machen möchte, ist man eine Weile beschäftigt, tut man das nur mit den paar neuen Ereignissen, geht das recht schnell. Ich habe nur die neuen Ereignisse gewählt, weil mir die vergangenen Ereignisse zu viel Aufwand gewesen wären. Aber vielleicht mache ich das ja noch.

Wenn jemandem eine einfachere Lösung für den Kalender einfällt, würde ich mich über Kommentare freuen!

Fazit

Mit meinen Kontakten, Kalenderdaten und Erinnerungen bin ich nun unabhängig von der iCloud. Diese nutze ich aber natürlich weiter. So macht mein iPhone z. B. immer noch seine Backups dort hin. Damit möchte ich ja nicht auf die Möglichkeiten verzichten, das Gerät ohne PC wiederherstellen zu können. Aber, sollte ich in ferner Zukunft auf ein anderes System wollen, oder sollte ich zum ausprobieren ein weiteres System hinzukaufen, so muss ich mich jedenfalls wegen meiner Daten nicht mehr verbiegen. Es ging mir auch nicht darum, dass meine Daten bei Apple lagen. Wenn die mir eine freie Schnittstelle angeboten hätten, so dass ich mit allen Systemen und Programmen hätte darauf zugreifen können, hätte ich meine Daten dort gelassen. Aber die iCloud ist halt nur Apple-Welt. Zwar ist zur Zeit bezüglich der Accessibility nichts vergleichbares auf dem Markt, aber andere holen auf. Android z. B. schläft nicht. Und was, wenn es in 3, 5 oder 10 Jahren was besseres gibt? Spätestens dann hätte sich die Frage des Datenexports gestellt. Besser jetzt, wo man in Ruhe planen kann, als später, wo man unter Druck steht.

Musik mit PC und Mac

Ich weiß ja nicht, wie viele unter euch Musik machen, und wie viele davon den PC dazu verwenden. Für die unter euch, die schon länger mit dem Rechner Musik machen, dürfte der Artikel eher langweilig sein. Aber vielleicht hat der eine oder andere von euch ja Tipps, daher würde ich mich freuen, wenn ihr weiterlest. Ich mache gelegentlich Musik, und dafür habe ich früher fast ausschließlich den PC genutzt. Länger habe ich jetzt nichts mehr gemacht, aber so langsam überlege ich, wieder damit anzufangen. Und wenn wir schon mal dabei sind, dann natürlich auch gleich mit dem Mac.

Musik mit dem Rechner zu machen, oder den Rechner als Unterstützung dafür zu nehmen, bedeutet natürlich, dass man sich mit der einen oder anderen Sache tiefergehend beschäftigen muss. Ich habe diesbezüglich ja schon so meine Erfahrungen gemacht. Damit also klar wird, woher ich komme und wo hin ich will, werde ich etwas ausführlicher darauf eingehen.

Wo komme ich her?

Alles begann, als die PCs lernten, mehr als nur tüdeldü zu machen. Oh je, Opa erzählt vom Krieg… 🙂 Ja, mein erster PC hatte keine Soundkarte. Die waren damals, wenn überhaupt vorhanden, purer Luxus. Aber auch diese wurden billiger und auch mein PC bekam eine. 🙂 Und obwohl die Musik darüber noch wirklich künstlich klang, eröffneten sich ganz neue Möglichkeiten. Anfänglich habe ich nur bei anderen zugeschaut, aber letztlich habe ich auch damit angefangen, Musik zu machen.

Ich hatte unter DOS den Voyetra SPPRO, einen reinen MIDI-Sequencer. Allerdings hatte ich kein Keyboard und eben nur die sehr künstlich klingende Soundblaster. Also, wie damit jetzt Musik machen? Ganz einfach, zu Fuß! Spur anlegen, in den Editor gehen und die Noten alle per Hand setzen! 🙂

Nur, um mal eine Vorstellung davon zu bekommen: Das Editorfenster war recht übersichtlich. Senkrecht die Noten und wagerecht der Takt. Das ging sogar mit Braillezeile, weil die Taktmarkierungen auf der Zeile zu sehen waren, auch die Note war zu sehen. Nun platziert man die Note also senkrecht auf eine Linie, beispielsweise einem C, und auf die erste Viertelmarkierung in der wagerechten. Hier konnte man dann bequem die Velocity, also die Anschlagsstärke, Pitch, also Verschiebung in der Senkrechten, Takt, also Verschiebung in der Wagerechten, Länge und dergleichen editieren. Mit den Pfeiltasten konnte man im Fenster navigieren und mit Tab von Note zu Note springen. Auch MIDI-Events, wie Program, Controler und dergleichen konnte man so setzen. Auf diese Weise konnte es schon mal 6 Wochen dauern, bis man ein Stück von 3 Minuten Länge gesetzt hatte. 🙂 Aber es hat Spaß gemacht!

Und obwohl es mir nicht gelungen ist, einen Nr. 1 Hit zu landen oder einen Evergreen zu komponieren, habe ich eine Unmenge über MIDI und dessen Ansteuerungen gelernt. Das hat mir später viel erleichtert, auch bei der Fehlersuche.

Später wurden die Soundkarten immer besser und die Rechner immer Leistungsfähiger. Am Ende hatte ich eine Soundblaster AWE32 mit einem Yamaha XG50 Daughterboard. Damit ließ sich richtig gut Musik machen, da ich da auch schon ein Masterkeyboard zur Eingabe hatte. Aber ich habe immer noch mit dem Voyetra gearbeitet, damals schon unter Windows 98 und im DOS-Fenster. Aber das alte Teil lief noch! So wurden zwar meine Ergebnisse schneller fertig, aber besser wurden sie dadurch auch nicht… 🙂 Aber machte trotzdem immer noch Spaß! 🙂

Nun sind wir bei Windows 7 und Mac angekommen, und ich habe in der Zwischenzeit bestimmt schon 5 oder 6 Jahre nichts mehr mit Musik gemacht. Der Voyetra läuft längst nicht mehr, sehr zu meinem Missfallen, und die anderen Programme, wie Cakewalk Pro Audio 9.0 oder dergleichen erlauben längst nicht mehr, als Blinder so gut damit zu arbeiten. In einem Editor regelrecht eine Note auf diese alte Art zu setzen, habe ich jedenfalls nicht mehr hinbekommen.

Wo will ich hin?

Ich würde mich jetzt nicht gerade als guten Keyboard-Spieler beschreiben. Hochmotivierter Amateur träfe es da wohl besser. Kurz gesagt, ich war nie ein Live-Spieler, das wollte ich auch nie werden. Ich habe öfter mal Melodien im Kopf, kurze Passagen, kleine Fragmente, die ich dann versuche, mit einem Keyboard abzubilden oder auszubauen. Manchmal klingt das Ergebnis sogar nach was. Aber eben nur manchmal. 🙂

Wenn ich also heute mit dem Rechner, ob nun Mac oder Windows-Rechner, Musik machen wollte, bräuchte ich also einen bedienbaren MIDI-Sequencer. Aber wir sind lange aus der Zeit raus, wo ein Musikprogramm ein reiner MIDI-Sequencer war. Damals konnte man das mit der Qualität der Soundkarten und der Leistungsfähigkeit der Rechner erklären, aber heute ist das alles hinfällig. Die Soundkarten haben, wenn man mehr als 50 Euro ausgibt, durchaus fast Studioqualität, und die Leistungsfähigkeit der heutigen Rechner reicht locker aus. Daher sind es heute keine reinen MIDI-Sequencer mehr, sondern sogenannte DAWs, Digital Audio Workstations. Und das ist wirklich wörtlich zu nehmen. Denn neben den MIDI-Spuren wird hier auch normales Audio, wie Gesang, Gitarre, oder dergleichen mit aufgezeichnet. Vielfältigste Möglichkeiten des Mixings, der Bearbeitung und der Effekte stehen hier zur Verfügung.

Was aber davon ist für uns als Blinde und Sehbehinderte noch machbar? Nun, einiges geht noch. So habe ich Podcasts gehört, wo Blinde mit den Pro Tools für Mac komplexe Musikstücke abmischen und Background Vocals einsingen. Ich weiß auch von einigen, die unter Windows mit Sonar arbeiten, oder gearbeitet haben. So ganz unmöglich ist das also nicht.

Nun brauche ich also zweierlei: Eine DAW, und wenn’s geht, ein brauchbares Keyboard. Es soll ja schließlich nach was klingen, was ich da so in meinem stillen Kämmerlein verbreche. 🙂 Nun, für’s Erste kümmere ich mich mal um die DAW, weil ein Master-Keyboard und ein altes Yamaha DJ-X habe ich hier noch rumstehen. Klingt nicht wirklich toll, aber für ein paar Experimente reicht das völlig. In Zukunft allerdings muss etwas brauchbares her. Was genau, werde ich dann noch sehen. Aber mir haben die Fähigkeiten und der Klang Des Tyros 4 schon ziemlich gefallen. Mal sehen, ob ich wirklich dieses Monster von Keyboard kaufe, oder doch eher ein paar Nummern kleiner… 🙂

Da ich ja immer noch im Prozess bin, mehr und mehr Dinge auf den Mac umzusiedeln, kann ich mit dem Musikkram auch gleich hier anfangen. Zunächst ist es erst mal nötig, die Anschlussmöglichkeiten eines Keyboards zu schaffen. Also, ein MIDI-Interface muss her. Da habe ich mir eines von Logilink gekauft, ein USB to MIDI Adapter. Brauchte keine Treiberinstallation und war sofort einsatzfähig. An dem USB-Kabel ist ein klein bissel Elektronik, welche die Umsetzung macht, und am anderen Ende die 5-poligen Din-Stecker für MIDI-IN und Out. Diese stöpselt man ins Keyboard, und kann loslegen. Nun, noch nicht ganz. Es fehlt noch die Software.

Wie geht es jetzt weiter?

Nun, da die Hardware erst mal steht, muss ich mich um Software kümmern. Wie gesagt, brauche eine DAW, die sich auch mit VoiceOver gut bedienen lässt. Und hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen gäbe es die Pro Tools von AVID. Aber die kommen für mich erst mal nicht in Betracht. Erstens, weil die $699 kosten, und weil man allein schon für die kostenlose Testversion so einen Dongle braucht und einen Account, um die kostenlose Version zu registrieren. Viel zu umständlich und teuer für einen hochmotivierten Amateur. Ich weiß zwar, dass die Software auch blind gut bedient werden kann, aber so ein teures Risiko gehe ich da lieber nicht ein.

Aber es gibt da noch Reaper, welche gleich für 30 Tage kostenlos ist, und das ganz ohne die Umstände wie bei Pro Tools. Und selbst dann kostet es nur $60, was sich auch als Amateur nicht teuer anhört. Und meine bisherigen Experimente damit sind ganz brauchbar.

Fazit

Ich werde lange Handbuch lesen müssen, bis ich verstanden habe, was mit Reaper überhaupt alles geht, und was nicht. Allein das Inhaltsverzeichnis des Handbuchs ist beeindruckend. Wenn auch nur ein Bruchteil davon mit VoiceOver machbar ist, wäre das echt ein Sprung nach vorn. Zwar ist es mir auf Anhieb gelungen, 3 MIDI-Tracks aufzunehmen und ein paar Bearbeitungsschritte darauf zu machen, aber ein regelrechter Editor, wie ich ihn von Voyetra her kenne, ist wohl nicht für uns bedienbar. Natürlich gibt es einen MIDI-Editor, aber in diesem ist es mir noch nicht gelungen, Noten direkt anzuwählen oder deren Eigenschaften zu verändern. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich also sagen, viele kurze Tracks mit jeweils kurzen Takes aufnehmen, so dass man immer nur kleine Teile neu einspielen muss, wenn mal was nicht geklappt hat. Die Oberfläche von Reaper ist zwar in Englisch, jedoch sind die Buttons, Regler und andere Elemente recht gut beschriftet. Also allein von der Oberfläche her ist es mit VoiceOver sehr gut bedienbar. Und auch bezüglich der Tastatur geht viel, vieles hat Hotkeys, einiges kann sogar selbst definiert werden, wenn ich das richtig gesehen habe.

Kurz gesagt, im Bezug auf MIDI- und Audio-Recording muss ich quasi wirklich von 0 anfangen. Daher könnte ich im Bezug auf Reaper nicht mal sagen, was jetzt mit VoiceOver alles wirklich geht, und was nicht. Das wird sich nach und nach zeigen. Jedenfalls finde ich nicht, dass die $60 hier falsch investiert wären. Sollte mir dieses Programm irgendwann mal nicht mehr reichen, kann ich ja immer noch über die Pro Tools nachdenken, oder gucken, was es noch so für Programme für den Mac gibt.

Sollte also Interesse bestehen, und sollte ich weitere interessante Dinge über Musik-Recording herausfinden, werde ich hier im Blog weiter berichten. Und vielleicht, wenn ich den Kram mal etwas im Griff habe, wird ja auch mal ein Podcast draus. 🙂

Wie könnte es mit TuKSuB weitergehen?

Ich bin an einem Punkt angekommen, wo es quasi unmöglich ist, TuKSuB weiter zu betreiben. Und es ist nicht, weil ich keine Lust oder Zeit mehr hätte, sondern eher, weil der Arbeitsaufwand das Maß überschritten hat, was man als Einzelperson zu leisten im Stande ist.

Die Liste ist so groß geworden, an Mitgliedern, aktiven Beiträgen und an Themen, dass eine Moderation kaum noch machbar ist. Und auch Arbeitsteilung geht nicht, wie sollte man das denn organisieren? An einem Tag kommen, sagen wir mal, 100 Mails. Ich lese und moderiere die ersten 50, und der andere Moderator die zweiten 50? Wie koordiniert man, wer bis wohin moderiert, und wer wo anfängt? Und auch die Teilung, einer macht Website, und der andere die Liste, ist mehr als nur ungerecht. Der, der die Website macht, hat sehr lange Phasen, wo er nur Däumchen dreht, wo hingegen der Listenmoderator täglich um die 100 Mails moderieren darf. Das kann so auf Dauer nicht klappen.

Auch wurde immer wieder mein Moderationsstil kritisiert. Oft würde ich gar nix machen, dann wieder überregulieren. Dass ich, auch um den Listenfrieden zu wahren, gelegentlich mal fünfe gerade sein lassen habe, spielt keine Rolle. Wenn ich dann aber gesehen habe, es läuft zu sehr aus dem Ruder, habe ich eingegriffen. Ich bin mir sicher, hätte ich gleich reguliert, hätten die gleichen Leute mich dafür gerügt, ich sei ja zu streng und solle doch mal fünfe gerade sein lassen… 🙂

So jedenfalls kann es nicht weiter gehen. Für die Zukunft von TuKSuB gibt es eine ganze Hand voll Szenarien, aber endgültig entschieden habe ich mich noch nicht. Nur, nach all der Arbeit und Mühen, die Cord, ich und viele viele Andere hier reingesteckt haben, würde ich TuKSuB nur ungern enden lassen.

Szenario 1: TuKSuB, so, wie es ist, wird in die Hände von einer Person oder Gruppe gegeben, die es möglichst weiterführen. Was dann aus TuKSuB wird, ist fraglich, zumal so ein Monsterprojekt schon mal überfordern kann. Man sollte sich das nicht zu einfach vorstellen, Blog, Wiki, Podcasts und eine Mailingliste mit 340 Mitgliedern zu managen.

Szenario 2: TuKSuB könnte in Blindzeln integriert werden. Zumindest die Moderatorenfrage wäre dann geklärt. Aber ob Lindzeln wirklich ein Commi 2.0 haben will? Schließlich haben wir die gleichen Themen plus ein paar zusätzlicher Themen.

Szenario 3: wir machen einen radikalen Schnitt, und machen einen vollständigen Reboot! Folgendes könnte bei einem Reboot passieren:

Das Wiki wird eingestampft
Es ist umfangreich, schwer zu administrieren und jeder, der da was eintragen möchte, muss sich wohl oder übel mit dem Wiki Markup beschäftigen, der Eingabesprache vom Media Wiki. Aber einige Inhalte werden gerettet werden.

Mailingliste wird zum Forum
Hierbei gibt es so viele Vorteile, die könnte ich alle gar nicht aufzählen, aber hier mal die wichtigsten.

Das Forum wird durchsuchbar sein. Das geht mit dem Listenarchiv nicht. Ehrlich, ich muss jedes mal lachen, wenn mir einer sagt, guck doch mal ins Archiv. Tolle Wolle, wie soll man da denn was vernünftig wiederfinden? Mir ist das jedenfalls noch nie gelungen, und ich bin wahrlich kein PC-Anfänger.

Das Forum kann in eine Menge Unterforen aufgeteilt werden. So muss jemand, der sich für iPhone interessiert, die ganzen Dreambox-Beiträge nicht lesen, weil in einem anderen Unterforum. Und die Unterforen haben noch den Vorteil, dass ich für jedes Unterforum einen separaten Moderator bestimmen könnte. So könnte das, was in einer Liste mit 100 Mails nicht funktionieren kann, in verschiedenen Unterforen, wo vielleicht 10 Postings am Tag kommen, sehr gut funktionieren.

Dankesmails würden wegfallen, weil es unter jedem Post einen Danke-Button gibt. Usern würde man gleich ansehen können, wie oft sich bei denen bedankt wurde, wer wie lange dabei ist, ein regelrechtes Reputationssystem ist vorhanden.

In Foren allerdings könnte ich fünfe nicht gerade sein lassen, weil öffentlich und mit Google durchsuchbar. Somit würden sich sämtliche Moderationsdiskussionen in Luft auflösen. Und unerwünschte oder gegen die Regeln verstoßende Postings könnten gelöscht werden. In Mailman-Archiven funktioniert das nicht, ist die Mail drin, ist sie drin.

Ich habe durchaus Forensoftware gefunden, die man mit Screenreadern bedienen kann. Es ist eine gewisse Umstellung, ja, aber durchaus machbar, wenn man denn die Herausforderung auch annimmt.

Was ich letztlich machen werde, habe ich noch nicht entschieden. Nur eines ist klar, etwas muss getan werden, so, wie TuKSuB jetzt ist, kann es nicht weiter gehen. Mehr Wachstum ist für eine einzelne Person und eine einzelne Liste einfach nicht tragbar. Meine Ergebnisse und weitere Vorgehensweise werde ich hier im Blog, auf Twitter und auch in der Liste bekannt geben.

One Week: Eine Woche ohne Windows

In letzter Zeit habe ich ja Podcasts zum Mac-Einstieg am laufenden Meter produziert. Und es werden noch einige folgen. Ich habe noch viele Ideen, was noch mit dem Mac anzustellen ist, und einiges davon könnte durchaus von Interesse für den Einen oder Anderen sein. Und da ich mit der Podcast-Reihe nun an einem Stand angekommen bin, wo der Mac eigentlich produktiv genutzt werden kann, dachte ich, mache ich das doch mal… 🙂 Daher war ich in der Osterwoche unterwegs und statt meines Windows-Laptops habe ich mein MacBook Pro mitgenommen. In diesem Artikel möchte ich relativ kurz auf meine Eindrücke dieser Woche eingehen.

Das Ganze macht ja keinen Spaß, wenn man nicht auch seine Daten dabei hat. Wie man das MacBook mit dem Windows-Rechner oder einem vorhandenen NAS verbindet, habe ich in den Podcasts ja vorgeführt. Dennoch, die Daten müssen ja irgendwie aufs MacBook und später die geänderten Daten auch wieder zurück. Es gibt unter Mac OS bestimmte Tools, die eine Synchronisation von Ordnern zulassen, aber diese habe ich noch nicht getestet. Daher bediene ich mich zur Zeit noch der Windows-Boardmittel.

Um also Daten zum MacBook und wieder zurück kopieren zu können, muss ich das MacBook am Windows-Rechner erst mal als Netzlaufwerk verbinden. Ich mache das immer über die Kommandozeile, weil ich das so gewohnt bin. Das geht selbstverständlich auch über den Explorer. Ich gebe also folgenden Befehl ein:

net use m: \\kamil3\kguenay

Jetzt scheint es hier aber ein Problem zu geben, welches ich noch nicht ganz ergründet habe. Denn manchmal klappt die Verbindung, und manchmal akzeptiert er Benutzername und Kennwort nicht. Hier muss man, so weit ich es bisher getestet habe, das MacBook so oft neu starten und erneut versuchen, bis es klappt. meistens klappte es nach dem dritten versuch. Vielleicht gibt es eine andere Lösung, aber da muss ich noch recherchieren.

Jetzt ist mein MacBook also als Netzlaufwerk verbunden und ich kann jetzt Daten hin- und herschieben, wie auf einer lokalen Platte. Hierzu verwende ich nur für die Dokumente das von Apple voreingerichtete Standardverzeichnis, für alles andere verwende ich eine eigene Verzeichnisstruktur. Will ich also meine Daten von den eigenen Dateien auf den Mac ins Dokumente-Verzeichnis kopieren, mache ich folgendes:

robocopy „d:\Eigene Dateien“ m:\Documents /mir /xo /fft

Wie ihr seht, das Verzeichnis auf dem Mac ist eigentlich englisch, wird aber durch die Betriebssystemsprache lokalisiert, wodurch aus Documents Dokumente wird.

Die Parameter hinter dem Befehl sind eigentlich einfach: /mir für das Spiegeln des Verzeichnisses. /xo zum ignorieren älterer Dateien und /fft für die Behandlung der Zeitstempel. Der ist besonders wichtig, da sonst Robocopy den gesamten Datenbestand wieder und wieder kopiert, obwohl daran nichts geändert wurde. Um nur die Änderungen zu berücksichtigen, ist der /fft Parameter erforderlich, damit die Zeitstempel korrekt verarbeitet werden.

Ich erstelle jetzt also eine Batch-Datei, die alle Kopierbefehle für die einzelnen Verzeichnisse vom PC zum Mac enthält, und eine zweite, die die gleichen Kopierbefehle vom Mac zum PC enthält. So kann ich auf einfache Weise beide Datenbestände synchron halten. Später werde ich noch Programme testen, die das auch direkt auf dem Mac können, aber für den Augenblick ist das schon eine ziemlich brauchbare Lösung.

Nun habe ich meine Daten auf dem MacBook, sitze im Zug und habs mir gemütlich gemacht. Und da die Fahrt jetzt noch echt lange dauert, lese ich mal ein Perry-Rhodan-Taschenbuch, genauer gesagt, Band 313, Atlan und die Selbstmörder.

Nun ist das Lesen von Büchern im Word-Format auf dem Mac soweit kein Problem. Ich vergesse zwar immer noch, die Cursor voneinander abzukoppeln oder wieder anzukoppeln, und auch die Mehrfachinteraktionen mit Elementen in Pages ist noch nicht ganz in Fleisch und Blut übergegangen. Aber im Großen und Ganzen geht es doch ganz gut. Allerdings nutze ich zum Lesen die Anna Kompakt. Wer auch immer behauptet, die Anna HQ sei High Quality, nun, der muss es selbst wissen. Ich hatte nach 10 Minuten Kopfschmerzen. Dieses Gejodel kann sich ja keiner auf Dauer anhören! Mit Anna Kompakt hingegen geht es besser, wenn auch nicht so schön, wie ich es gerne hätte. Haut mich ruhig, aber ich hätte gerne die Eloquence zurück!

Was auch ein Problem ist, Anna Kompakt hat den Wortschatz einer 10jährigen. 🙂 Nein, echt kein Witz. Dass sie Namen oder Orte nicht korrekt ausspricht, ist ja verständlich, aber auch sehr viele deutsche Wörter machen ihr zu schaffen. Vor allem zusammengesetzte Wörter. Ich habe im VoiceOver-Dienstprogramm unter Tastatursteuerung eine Tastenkombination der Funktion zum Eintragen von Ausspracheausnahmen definiert. Die rechte Wahltaste und W öffnet jetzt bei mir diesen Dialog zum Eintragen von Ausnahmen. Und nach und nach lernt Anna, flüssiger und sauberer zu lesen. Allein in der Woche habe ich weit über hundert ausnahmen eingetragen, und das Lesen ist signifikant angenehmer geworden. Das wird auch noch eine Weile so weiter gehen mit dem Eintragen, aber mittlerweile stört Anna den Lesefluss kaum noch.

Podcasts lade ich noch mit dem Windows-PC und Juice herunter. Später mache ich das wohl mit dem Mac. Ob nun mit iTunes oder einem anderen Programm, weiß ich noch nicht, aber sehe ich dann. ich habe also mein Podcast-Verzeichnis ebenfalls mit einem Robocopy-Befehl auf das MacBook kopiert. Da ich einzelne Dateien jetzt aber nicht mit iTunes öffnen will, habe ich MP3s das Programm VLC als Player zugewiesen. So lassen sich die Podcast-Episoden prima hören und anschließend im Papierkorb entsorgen. In VLC gibt es 5 oder 6 unbeschriftete Elemente, die aber alle einen Hilfetext haben. Und mit VO+Bindestich habe ich diese Elemente alle beschriftet. Nun wird mir nicht nur „…Taste“ gesagt, sondern „Stopp-Taste“ usw.

Das integrierte Mailprogramm ist eine Umgewöhnung. Auch das Zitieren damit ist Arbeit. Aber mit etwas Einarbeitung geht das. Vor allem, wenn man es auf die klassische Ansicht umgestellt hat, ist es durchaus bedienbar. Ich komme nur immer noch mit der Konversationsansicht durcheinander, aber wie gesagt, alles eine Frage der Gewöhnung.

Als Twitterclient nutze ich die Nachteule. Dieser japanische Name ist ziemlich kompliziert, hoffentlich verschreibe ich mich nicht wieder. Er heißt Yorufukurou. Eines muss man sagen, die haben in ihrer Programmbeschreibung einen Fehler gemacht, „This is for twitter addicts“. Nö, es müsste heißen: „this is for twitter addicts, and if you are not already one, you will become one!“. 🙂 Denn Twitter macht damit richtig Spaß! Meine beiden Accounts, Twitterlisten und so weiter und so fort. 🙂

Für mich ganz wichtig, RSS-Feeds. ich stelle mir so zu sagen meine Tageszeitung damit zusammen. 🙂 Und mit Vienna habe ich einen mit VoiceOver sehr gut bedienbaren RSS-Reader, der meinen Ansprüchen fast vollständig entspricht. Über RSS werde ich noch einen Podcast machen, wo ich Vienna, NetNewsWire und die RSS-Funktion in Mail vergleiche.

Ich bin kein besonders guter Schachspieler. Aber für ein Spielchen zwischendurch ist das Schachprogramm auf dem Mac echt nicht übel. Obwohl ich eine Weile gebraucht habe, die englischen Begriffe für die Figuren und bestimmte Züge zu lernen. Aber, obwohl ich jede Partie bisher verloren habe, hat es doch Spaß gemacht.

Natürlich habe ich in dieser Woche nicht alles gemacht, was möglich wäre oder was ich alles noch machen wollte. Dafür ist eine Woche einfach zu kurz. Aber mein bisheriges Fazit ist: Es geht, sogar recht bequem, obwohl ein gewisses Unbehagen bleibt. Das ist aber eher dem zuschulden, dass das System noch neu für mich ist und ich noch nicht alles so im Griff habe, wie ich es gerne hätte. Manchmal überfordert dieses Interaktionsprinzip mich noch, vor allem, weil man etwas nicht hinbekommt und vor Frust nicht auf die Idee kommt, einfach ein zweites mal mit dem Objekt zu interagieren. Aber das sind so Sachen, die hatte ich bei Windows zu Anfang auch. Das geht mit regelmäßiger Nutzung von alleine weg. Zur Zeit kann ich nur ganz wenige Punkte sehen, für die ich Windows bräuchte. Das ist die OCR, also scannen mit Finereader, obwohl es ja auch schon Finereader Express für Mac gibt. Aber auch das muss ich noch testen. Und die OCR-Nachbearbeitung. Ich nutze WordPipe zum Ersetzen von OCR-Fehlern und eine Vielzahl von Word-Makros, die ein Dokument nachbearbeiten, was per Hand einfach zu lange dauert. Wenn ich hierzu Mac-Alternativen finde, nutze ich diese, aber sonst wird es wohl eine klitzekleine Windows-Installation in einer VM auch tun. Aber die hauptsächlichen tägliche Tätigkeiten kann ich jetzt schon völlig auf den Mac verschieben.

Obwohl ich zwar Homebanking nicht getestet habe, wobei das für mich auch sehr wichtig ist, kann ich nach dieser Woche deutlich sagen, Windows ist für mich keine Option mehr, wenn es um die Neuanschaffung von Computer-Hardware geht. VoiceOver reagiert knackig und flink, ich hatte nicht einen Hänger oder Ruckler, und die Akkulaufzeit ist einfach nur genial! Endlich reicht der Akku für die ganze Zugfahrt!

Ich möchte jetzt keinen zum Mac überreden, aber ich hoffe, dieser Artikel zeigt, dass der Mac durchaus einen Gedanken wert ist. Und ich hoffe euch auch bald wieder mit neuen Podcasts zum Mac versorgen zu können. Weitere werden demnächst aufgezeichnet. Bis dahin wünsche ich euch noch viel Vergnügen!

Twitter Updates für 2012-04-10

  • @dansker78 @HolgerKlang Ich hab da ja was angerichtet… Ich versuch das mal wieder in den Griff zu kriegen. #
  • @Tyrosstan @dansker78 @HolgerKlang Schon, aber ich hab auch gut dazu beigetragen. Werde mal wieder etwas mehr aufs Listenthema bestehen. #
  • @dansker78 @HolgerKlang @Tyrosstan Die Betreffproblematik ist leider so alt wie Mailinglisten selbst. Aber ich werde mal sehen, was geht. #
  • So, die Woche ohne Windows ist rum, und bisher gab es nicht ein Problem. Genaueres später im Blog und in der Liste. #

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