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iCloud einfach erklärt

Dieser Beitrag erschien zunächst als E-Mail in der TuKSuB Mailingliste und wurde von Heiko Warnken verfasst. Ich habe ihn lediglich für das Blog etwas formatiert.


Bereits am 17.07.2013 habe ich diesen Text bis zum Punkt 7 veröffentlicht. Da aber mit IOS 8 Einiges hinzugekommen ist, habe ich mich dazu entschlossen, die Punkte 8 bis 12 hinzuzufügen und die Punkte 1 bis 7 zu überarbeiten.

1. iCloud, was bist Du?

Apple bietet Jeden, der ein Produkt aus der i-Reihe, also iPot, iPhone, iPad oder iMac, besitzt, die Möglichkeit, seine Daten wie Apps, Kontakte, Termine, Notizen, Aufgaben usw. zentral an einem Ort zu speichern, der von überall aus erreichbar ist. Dafür steht Jedem zunächst einmal ein Platz von 5 GB zur Verfügung. Der große Vorteil der iCloud ist seine ununterbrochene Verfügbarkeit, egal, wo Du Dich gerade befindest.

Weiterhin hat sich die iCloud mit Einführung von IOS 8 und OSX 10.10 zu einer richtigen kleinen Datenzentrale entwickelt, die sehr leistungsfähig geworden ist. Sie birgt aber auch die eine oder andere kleine Tücke in sich.

2. iCloud, wie funktionierst Du?

Die iCloud ist vom Prinzip her nichts anderes als eine Festplatte. Allerdings ist sie in ihrer Funktionsweise gegenüber einer herkömmlichen Festplatte eingeschränkt. In der iCloud können nur Daten gespeichert werden, die Apple dem User freischaltet. Zur Zeit sind dies Daten wie die gekauften Apps, Kalender, Termine, Notizen und Deine eMails. Mit den entsprechenden Apps wie z. B. der App Kontakte können Deine privaten Kontaktdaten von Dir selbst oder die Kontaktdaten Deiner Freunde usw. auf diese Festplatte, der iCloud gespeichert und jederzeit wieder abgerufen werden.

3. Organisatorisches in der iCloud

Um dies vernünftig organisiert zu bekommen, stellt die iCloud eine fest definierte Ordnerstruktur zur Verfügung. So befinden sich in der iCloud Ordner für

  • Deine Adress-Kontaktdaten (contacts)
  • Deine Termine (calendars)
  • Deine eMails (mail)
  • Deine Datensicherungen (backups)
  • sowie für Deine Notizen (notices)

Da Du mehrere Kalender anlegen kannst, befinden sich im Ordner für die Kalender (calendars) weitere Ordner für die verschiedenen Kalender. Hier hat Apple uns bereits einige Arbeit abgenommen und stellt 3 Kalender bereits zur Verfügung. Dies sind die Kalender

  • privat (calendars/home)
  • Arbeit (calendars/work) und
  • Geburtstage (calendars/birthday)

Außerdem kannst Du von Deinen verschiedenen Geräten mehrere Backups erstellen. Hierfür legt die iCloud im Ordner Backups ebenfalls weitere Ordner an. Diese Unterordner tragen den Namen Deines Mobilgerätes.

Hast Du Dein iPhone z. B. den Namen „iPhone von Silvio“ gegeben, befindet sich im Ordner Backups genau dieser Ordner mit dem Namen „iPhone von Silvio“. Und in diesem Ordner „iPhone von Silvio“ befinden sich die Backups bzw. Datensicherungen des besagten Mobilgerätes. In meinem persönlichen Fall befinden sich diese Ordner für Backups in der iCloud:

  • mein iPhone (backups/iPhone von Heiko)
  • mein iPad (backups/iPad von Heiko)

Außerdem können einige Apps, die auf dem Mobilgerät installiert sind, selbständig weitere Ordner anlegen und darin ihre Daten ablegen. So kann Navigon z. B. seine Favoriten in der iCloud ablegen, damit sie auf allen angeschlossenen Geräten identisch sind.

4. iCloud mit iPhone, iPad und Mac

Die iCloud unterstützt bis zu 5 unterschiedliche Geräte. Dies können 5 iPhones sein, aber auch 5 Geräte unterschiedlicher Bauart. Bei mir sind es zzt. 4 Geräte:

  1. mein iPhone 5S
  2. mein iPad 2
  3. mein MacBook pro und
  4. mein Windowsrechner (iTunes)

Ich könnte also noch ein weiteres Gerät mit meiner persönlichen iCloud verknüpfen. Benötige ich mehr als 5 Geräte, gibt es 2 Möglichkeiten:

  1. Du löscht aus der Liste  der verknüpften Geräte ein Gerät oder
  2. Du kaufst Dir weitere 5 GB iCloudspeicher, zu dem Du bis zu 5 weitere Geräte an Deine iCloud hängen kannst.

Letztere Möglichkeit solltest Du aber nur dann verwenden, wenn es beim besten Willen nicht anders geht, da die Zusammenarbeit der mit der iCloud verknüpften Geräte mit steigender Anzahl zunehmend langsamer wird.

5. Daten auf allen Geräten gleich halten (synchronisieren)

Die Möglichkeit, all Deine Daten auf allen Geräten zu synchronisieren, ist die Hauptaufgabe der iCloud. Hierzu muss nur jedes Gerät mit deiner Apple-ID und Deinem Kennwort in der iCloud angemeldet werden. Ist die Anmeldung erfolgreich, dauert es nur wenige Sekunden, bis die Daten der iCloud auf dem angemeldeten Gerät zu sehen ist. Bei Apps kann dies aufgrund der größeren Datenmenge etwas länger dauern. Besitzt Du schon länger ein iPhone und möchtest Dir jetzt Dein iPad einrichten, genügt es, auf dem iPad Deine Apple-ID und das passende Kennwort einzugeben, damit die Daten wie Termine, Kontakte, Apps usw. direkt auf Dein iPad kopiert werden. Bei den Apps gibt es eine kleine Einschränkung. Es werden nämlich nur Apps kopiert, die auch für das iPad geeignet sind. Apps, die ausschließlich für das iPhone entwickelt wurden, wirst Du auf Deinem iPad nicht finden. Ebenso verhält es sich mit Apps, die speziell für das iPad entwickelt wurden. Diese wirst Du auf keinem iPhone finden. So können schon mal gerade bei den Apps Unterschiede in Erscheinung treten.

Jetzt stellt sich aber die Frage, warum die iCloud nicht so schnell voll ist, wie man erwarten müsste. Schließlich habe ich doch rund 30 Apps mit einer Gesamtkapazität von 11 GB Speicherplatzbedarf. Die iCloud müsste also sehr schnell voll sein. Normalerweise ist das richtig. Allerdings werden für die Apps nicht die Apps selbst gespeichert, sondern lediglich der Speicherort im Appstore, und das sind dann nur noch wenige Bytes (Zeichen). Das hat aber einen kleinen Nachteil. Solltest Du nämlich Apps gesichert haben, die es beim Zurückspielen Deines Backups nicht mehr im AppStore gibt, werden diese Apps natürlich auch nicht mehr auf Deinem Geräte gespeichert.

Gibst Du nun auf dem iPhone z. B. einen neuen Termin ein, wird dieser in der iCloud gespeichert und erscheint nur wenige Sekunden später auch auf allen anderen Geräten, die in der iCloud Deiner Apple-ID zugeordnet sind. Dies betrifft auch das Löschen oder Ändern eines Termines, eines Kontaktes oder all anderer Daten in Deiner iCloud.

Wenn diese Synchronisation von Gerät zu Gerät nicht funktioniert, solltest Du Dir die Einstellungen des Gerätes ansehen, auf dem die Synchronisation nicht funktioniert. Gehe hierzu in die App Einstellungen und doppeltippe hier auf iCloud. Hier aktiviere alle Daten, die Du synchronisiert haben möchtest. Danach schließt Du das Einstellungsfenster. Nach maximal 1 Minute sollten Deine Daten auf diesem Gerät ebenfalls zu finden sein. Tipp: Die Synchronisation erfolgt sofort, nachdem das Gerät in einem WLAN eingeloggt und ans Netzkabel angeschlossen ist.

6. Datensicherungen in der iCloud

Die Datensicherung, also das Speichern sämtlicher Einstellungen des iPhones, iPad oder iPot, ist eine sehr nützliche Sache. Doch ich warne davor, die Datensicherung ausschließlich in der iCloud zu erledigen. Ich rate Jedem, wenigstens einmal nach der vollständigen Einrichtung des Mobilgerätes, eine Datensicherung auf der Festplatte Deines Rechners mit Hilfe von iTunes durchzuführen. Warum? Frage: Wie kommst Du an Deine Datensicherung, wenn Du das Kennwort zu Deiner Apple-ID vergessen hast oder noch schlimmer, Du hast Deine Apple-ID vergessen? Richtig. Gar nicht. Deshalb ist es sinnvoll, eine Datensicherung auf der eigenen häuslichen Festplatte zu haben, damit Du sie im Notfall auf Dein iPhone zurückspielen kannst. Und schon hast Du Deine Apple-ID wieder. Wenn Du Dein Kennwort vergessen hast, kannst Du Dir auf apple.com jederzeit ein neues Kennwort zuschicken lassen oder selbst festlegen.

Die Datensicherung in der iCloud erfolgt normalerweise automatisch, wenn das iPhone in ein Wlan eingeloggt und an Netzstrom angeschlossen ist. Davon bekommt man normalerweise gar nichts mit, da Du Dein iPhone ganz normal weiternutzen kannst. Solltest Du das iPhone während eines Backups vom Netzstecker ziehen, wird der Backupvorgang davon nur dann berührt, wenn Dein Handyakku unter 20 % liegt, denn in diesem Fall erhälst Du nicht nur eine Meldung, dass der Akku schwach ist, sondern danach auch die Frage, ob das laufende Backup gestoppt werden soll. Dann einfach Netzkabel wieder einstecken und auf „nein“ tippen und einfach mal warten, bis der Akku wieder voll ist.

7. Neueinrichtung eines IOS-Gerätes mit der iCloud

Wenn Du ein neues Gerät einrichtest, wird während der Ersteinrichtung nach Deiner Apple-ID und dem dazu passenden Kennwort gefragt. Konnte sich das neue Gerät in der iCloud erfolgreich anmelden, bietet es Dir die Möglichkeit an, ein Backup aus der iCloud auf das neue Gerät zu spielen. An dieser Stelle möchte nicht nur Apple, sondern auch ich, dringend davor warnen, ein iPhone4 Backup auf z. B. einem iPad Mini zu spielen. Die Chance, dass das neue Gerät nicht wie gewünscht oder wie erwartet funktioniert, liegt immerhin bei 50 zu 50. Darum bitte ein jungfräuliches Neugerät prinzipiell komplett durchkonfigurieren und danach eine Datensicherung machen. Wenn Du aber Dein iPhone auf Werkseinstellungen zurücksetzen musstest, dann ist das Rückspielen des Backups aus der iCloud möglicherweise sogar sehr sinnvoll. Dann achte aber darauf, dass Du ein Backup zurückspielst, in dem evtl. vorhandene Probleme nicht existierten.

Mit IOS 8.0 hat Apple die funktionalität der iCloud erweitert. In den nachfolgenden Kapiteln 8 bis 12 gehe ich näher auf diese Änderungen ein.

8. Das iDrive

Das iDrive ist eine kleine externe Festplatte. Auf Ihr können alle möglichen Daten gespeichert werden, auf die du mit Deinem iPhone, iPot, iPad oder iMac Zugriff hast. So kannst Du z. B. in Pages einen Text schreiben und diesen in der iCloud speichern. Die Speicherung erfolgt bei Bedarf auch auf dem iDrive. Alle Geräte, die Deiner APPLE-ID zugeordnet sind und Zugriff auf das iDrive haben, können nun auf die Daten auf dem iDrive zugreifen. Dies betrifft sämtliche Geräte aus der i-Serie von Apple. Ich habe es nicht geschafft, mit meinem Windows-Rechner einen Zugriff auf das iDrive zu erhalten. Ob die im April 2015 erhältliche AppleWatch auf das iDrive zugreifen kann, bleibt abzuwarten. Du kannst auf dem iDrive beliebig Ordner und Dateien erstellen, kopieren, umbenennen oder löschen. Eben genauso, wie auf der Festplatte Deines Rechners zu Hause.

Leider ist das iDrive mit 2 oder 5 GB etwas klein geraten, so dass es sich kaum lohnen dürfte, das iDrive ausgiebig zu nutzen.

9. Familienfreigabe

Die Familienfreigabe ist eine sehr schöne und meiner Meinung nach nützliche Erweiterung der iCloud. Du kannst jedes beliebige Familienmitglied, einen Freund oder eine fremde Person in Deine Familie aufnehmen. Du musst nur die Apple-ID des aufzunehmenden Mitgliedes kennen. Da Du in Deine Familie jedes Dir bekannte oder unbekannte Mitglied aufnehmen kannst, ist der Begriff „Familie“ eigentlich etwas falsch gewählt. Meiner Meinung nach wäre die Bezeichnung „Gruppe“ statt „Familie“ sinnvoller gewählt.

Voraussetzung zur Einrichtung einer Familie ist, dass das „Familienoberhaupt“ eine Kreditkarte besitzt. Alle Familienmitglieder können dann Einkäufe von dieser Kreditkarte tätigen. Hat ein hinzugefügtes Familienmitglied noch ein iTunes-Guthaben, so wird das zuerst verbraucht, bevor die Kreditkarte belastet wird. Das Familienoberhaupt kann festlegen, ob ein Kauf von ihm noch genehmigt werden muss, oder eben nicht.

Eine App, ein Musiktitel oder ein Video, welches von einem Mitglied der Familie gekauft wurde, kann von allen anderen Familienmitgliedern ebenfalls genutzt werden. Einzige Voraussetzung hierfür ist nur, dass der Entwickler der App die Familienfreigabe für seine App aktiviert hat.

Wenn von einem Mitglied ein Kauf getätigt wurde, erhält zunächst das betreffende Mitglied einen Kaufbeleg. Das Familienoberhaupt erhält den selben Kaufbeleg etwas zeitverzögert. So kann es vorkommen, dass das Familienoberhaupt, also der User mit der Kreditkarte, diesen Kaufbeleg evtl. erst 1 oder 2 Tage später erhält.

Ein Familienmitglied kann von einem IOS-Gerät oder an einem Mac der Familie hinzugefügt oder entfernt werden. Auf einem IOS-Gerät öffnest Du dazu die Einstellungen und öffnest dann den Punkt „iCloud“. Hier findest Du die Einstellungen für die Familienmitglieder und kannst jemanden hinzufügen oder löschen.

10. HandsOff

Ein Dokument an einem Gerät beginnen und nahtlos an einem anderen Gerät fortsetzen? Mit HandsOff ist das gar kein Problem. Voraussetzung ist hier, dass auf allen Geräten, die HandsOff nutzen sollen, die entsprechende Einstellung aktiviert ist. Stell Dir vor, Du sitzt im Zug und bist gerade dabei, dich zu langweilen. Dann fällt Dir ein, Du könntest Doch an Deinem Text, den Du gestern zu Hause an Deinem MacBook begonnen hast, weiterarbeiten. Gar kein Problem. Einfach Dein iPhone aus der Tasche holen, das iDrive öffnen und direkt weiterschreiben. So, wenn sich nun Dein iPhone und MacBook im selben WLAN befinden, kannst Du jede Änderung Deines Dokumentes, die Du an Deinem iPhone machst, direkt an Deinem Mac verfolgen. Umgekehrt funktioniert das übrigens auch. Voraussetzung für HandsOff ist, dass sich alle Geräte, die HandsOff nutzen, im selben WLAN befinden. Für alle anderen Fälle stellt das iDrive den erforderlichen Speicherplatz zur Verfügung.

11. Hilfe! Mein Mac klingelt

Mit Einführung von IOS 8 und OSX 10.10 hat Apple eine weitere Neuerung eingeführt: das Weiterleiten des Klingelns bei einem eingehenden Anruf.

Du hast Dein iPhone an der Garderobe in der Jackentasche und es klingelt? Entweder rennst Du jetzt ganz schnell zu Deinem Telefon oder Du nimmst das Gespräch einfach an Deinem Mac an, an dem Du sowieso gerade sitzt und arbeitest. Schön bequem, was? Voraussetzung: Alle Geräte müssen mit der selben Apple-ID an der iCloud angemeldet sein.

Wenn Du nun einen Anruf auf Deinem iPhone bekommst, beginnt nach dem 2. Klingelzeichen auch, Dein Mac zu klingeln. Auf dem Mac wird Facetime gestartet und lässt das Klingelzeichen ertönen. Du kannst das eingehende Gespräch nun am Mac mit Facetime annehmen oder ablehnen. Eine sehr schöne Sache. Aber diese Funktion hat einen kleinen Haken:

Es kommt leider immer wieder vor, dass die Geräte, an denen Du das Gespräch nicht angenommen hast, noch sehr lange klingeln, obwohl Du das Gespräch z. B. am Mac angenommen hast. Ein weiterer kleiner unschöner Punkt ist, dass alle Geräte von Apple gleichzeitig klingeln. Bei mir wären das zzt. 3 Geräte, iPhone, iPad und MacBook. Das fällt weiter nicht auf, wenn alle Geräte in unterschiedlichen Räumen liegen. Aber es kann ganz schön nervig sein, wenn Du am Mac bereits telefonierst und iPhone und iPad klingeln noch 3 Minuten munter vor sich hin. Es ist bei mir auch schon vorgekommen, dass die IOS-Geräte solange geklingelt haben, bis ich das Gespräch am Mac beendet habe. Wirklich lästig. Aber ich denke, da wird sich Apple noch etwas einfallen lassen. Eigentlich sollte es so sein, dass alle Geräte aufhören, zu klingeln, sobald das Gespräch an einem Gerät angenommen wurde.

Diese Funktion hat nur am Rande mit der iCloud zu tun, denn die iCloud wird dafür eigentlich gar nicht benötigt. Nur die Apple-ID ist vonnöten. Ruft Dich jemand auf dem iPhone an, erkennt das das iPhone und leitet das Gespräch automatisch an seine Apple-ID weiter. Dies wiederum erkennen alle Geräte mit der selben Apple-ID und beginnen, zu klingeln.

Facetime

Ruft mich jemand via Facetime an und gibt dabei als Empfänger meine Apple-ID an, klingeln natürlich auch mal iPad und iPhone. Aber sobald ich das Gespräch am Mac angenommen habe, klingeln iPad und iPhone noch 2 mal und verstummen dann.

Möchtest Du nicht, dass alle Deine Geräte wie in einem Konzert klingeln, rattern und brüllen, wenn Du angerufen wirst, musst Du das in Facetime auf allen Geräten abschalten.

Anmerkung von mir

Mich hat dieses Feature wirklich genervt, weil eben mein Mac munter weiterdudelte, obwohl ich am iPhone schon am Telefonieren war. Daher hier mal der Weg, wie Ihr das abschalten könnt:

Geht am iPhone in die Einstellungen und dort in Facetime. Hier könnt Ihr weiter unten einstellen, von welchen E-Mail-Adressen aus Ihr für Facetime erreichbar sein möchtet. Wichtig ist hier der Punkt „iPhone Mobilanrufe“. Diesen Punkt müsst Ihr abschalten.

Geht nun in die Facetime-App am Mac, diese befindet sich im Programme-Ordner. Hier kommt Ihr leicht mit Befehl+Umschalt+A hin. Öffnet mit Befehl+, die Einstellungen und deaktiviert auch hier „Iphone Mobilanrufe“.

Wenn Ihr beide Einstellungen gemacht habt, werden nur beide Geräte zusammen klingeln, wenn Ihr über Facetime angerufen werdet. Bei normalen Telefonanrufen wird jetzt nur noch das iPhone klingeln.

Diese Einstellung hat aber einen kleinen, meiner Ansicht nach aber vernachlässigbaren, Nachteil. Wenn auf beiden Geräten „iPhone Mobilanrufe“ aktiviert sind, so könnt Ihr auch vom Mac aus über Euer iPhone telefonieren. Hierbei baut der Mac die Verbindung über das Mobilfunknetz auf, indem es über Euer iPhone den Anruf tätigt. Telefonieren werdet Ihr weiterhin am Mac, aber das iPhone muss dazu eingeschaltet und geladen sein. Wenn Ihr diese Funktion nutzen möchtet, werdet Ihr mit dem gemeinsamen Dudeln beider Geräte leben müssen… 🙁

12. Endlich SMS und iMessage am Mac schreiben

Seit OSX 10.10 hast Du die Möglichkeit, eine iMessage oder eine SMS am Mac zu schreiben und über Dein iPhone zu versenden. Auf dem iPhone muss dafür IOS 8 installiert sein und beide Geräte müssen sich im selben WLAN befinden. Es ist mit OSX 10.10 in Verbindung mit IOS 8 auch möglich, eine empfangene SMS oder iMessage am MAC zu lesen und zu beantworten, die auf Deinem iPhone angekommen ist. Ist auf einem Gerät nicht die erwähnte Betriebssystemversion installiert, funktioniert das leider nicht mehr. Also schön darauf achten, dass IOS8 auf iPhone oder iPad und OSX 10.10 auf dem Mac installiert ist.

So, ich hoffe, ich konnte Euch das Verständnis zur iCloud etwas Näher bringen. Wie ich eingangs schrieb, habe ich versucht, es mit einfachen Worten und so verständlich wie möglich zu erklären. Ich gebe zu, dass diese Darstellung einen vereinfachten Einblick in die iCloud gibt. Dennoch bin ich sicher, dass das Prinzip der iCloud verstanden wurde.

Wer zur iCloud noch Fragen oder Anmerkungen zu meinen Ausführungen hat, darf dies gern in dieser Liste tun.


Diskutiert werden kann natürlich nicht nur in der Mailingliste, sondern auch im Forum oder hier in den Kommentaren. Entweder wird diese Text dann aktualisiert, oder einzelne Fragen und Antworten kommen dann in die FAQ-Sektion.

Mac: Installationsmedium für Yosemite erstellen

Dies ist ein Gastbeitrag. Diese Anleitung erschien als Mail in der TuKSuB-Mailingliste und wurde von Heiko W. verfasst.


Nachdem der Ruf nach einer einfachen Anleitung, einen bootfähigen Installationsstick für OSX Yosemite zu erstellen, laut wurde, möchte ich Euch so einfach und verständlich wie möglich erklären, wie das geht.

Was brauchen wir?

Zunächst brauchen wir die Yosemite Installationsdatei, die ungefähr 5,7 GB groß ist. Sie ist im Appstore herunterzuladen. Sucht im Appstore nach „Yosemite“ und klickt dann auf „laden“ bzw. „Update“, wenn Ihr noch OSX 10.8 oder 10.9 auf Eurem Rechner habt. Nach dem Herunterladen wird die Installation von Yosemite sofort gestartet. Bereits im ersten Bildschirm klickt Ihr dann auf die Schaltfläche „Abbrechen“, um die  Installation abzubrechen. Nun befindet sich im Ordner „Programme“ eine Datei mit dem Namen „OS X Yosemite Installation.app“.

Dann benötigen wir noch einen USB-Stick mit mindestens 8 GB Kapazität oder eine externe Festplatte, am USB- oder Thunderbold-Anschluss des Mac.

Hinweis: Lasst Euch nicht vom Dateinamen täuschen, den Ihr im Programme-Ordner findet: OS X Yosemite Installation.app. Dieser Dateiname, den Ihr im Ordner findet, stellt lediglich die deutsche Übersetzung des originalen Dateinamens dar. Und wie heißt der Originaldateiname? Diese Frage kann sich jeder selbst beantworten. Markiert die Datei „OS X Yosemite Installation.app“ und drückt dann CMD+I, um die Dateiinformationen angezeigt zu bekommen. Weiter unten in diesem Fenster findet Ihr den Punkt „Weitere Informationen“. Dieser Punkt lässt sich mit VO+# erweitern.  Dann findet Ihr den Punkt „Name und Suffix“. Diesen Punkt erweitert Ihr ebenfalls mit VO+#. Geht Ihr nun 2 Schritte weiter (mit VO+Pfeil-rechts), findet Ihr den Originaldateinamen. Dieser sollte sein: „Install OS X Yosemite.app“. Und genau diesen Originaldateinamen benötigen wir später noch. Übrigens: Auch der Ordnername „Programme“ ist lediglich die deutsche Übersetzung des Originalnamens. Der Originalname ist „Applications“. Somit lautet der vollständige Pfad zur Installationsdatei im Original: /Applications/Install OS X Yosemite.app.

Die Möglichkeit, aus der Installationsdatei ein bootfähiges Installationsmedium zu erstellen, gibt es seit OSX 10.8. Speziell für diesen Zweck befindet sich im Installationspaket eine ausführbare Linuxdatei mit dem Namen „createinstallmedia“. Diese Datei befindet sich innerhalb der Installationsdatei im Ordner /Contents/Resources. Auch diesen Ordner werden wir noch brauchen.

Vorbereitungen

Bevor wir beginnen können, einen USB-Stick als Installationsmedium zu nutzen, müssen wir den USB-Stick vollständig löschen und eine neue Partition im Format Macintosh Journaled formatieren. Hierzu öffnen wir das Festplattendienstprogramm, das wir im Ordner „Dienstprogramme“ finden. Dieser Ordner wird mit CMD+Umschalt+U geöffnet (U für Utilities).

Nun stecken wir den USB-Stick in den USB-Port des Rechners und starten das Festplattendienstprogramm. Dies kann möglicherweise einige Sekunden dauern.

Wir wählen im Festplattendienstprogramm nun den USB-Stick aus und öffnen den Karteireiter „Löschen“. Hier wählen wir als neues Format „Mac OS X Extended journaled“ aus und geben dem Stick einen einfachen neuen Namen.  Nimm hier einen einfachen kurzen Namen, denn diesen werden wir später noch brauchen. Ich nehme als Partitionsnamen den Namen „stick“. Danach gehst Du auf die Schaltfläche „Löschen“ und wartest, bis der Löschvorgang auf dem USB-Stick beendet ist. Beende danach das Festplattendienstprogramm.

Jetzt haben wir alle Angaben, die wir benötigen.

  1. den Originalpfad- und -dateinamen der Yosemite Installationsdatei: /Applications/Install OS X Yosemite.app
  2. Den Pfad zum Linuxprogramm zur Erstellung eines Bootmediums innerhalb der Installationsdatei: /Contents/Resources/createinstallmedia
    und
  3. den Namen der Partition auf dem USB-Stick: stick

Es ist für alle nachfolgenden Anweisungen sehr wichtig, dass auf die exakte Schreibweise der Dateinamen geachtet wird. Dies schließt auch die Groß-/Kleinschreibung ein.

Vorgehen

Nachdem wir nun alle benötigten Angaben haben, können wir dazu übergehen, unseren Installationsstick zu erstellen. Wir kennen nun den genauen und vollständigen Pfad des Linuxprogrammes zur Erstellung eines Installationsmediums innerhalb der Installationsdatei. Der vollständige Pfad lautet: /Applications/Install OS X Yosemite.app/Contents/Resources/createinstallmedia.

Wir kommen hier an eine Besonderheit, an die sich insbesondere Windowsuser gewöhnen müssen. Unser vollständiger Pfad enthält Leerzeichen. Unter Windows würden wir nun den vollständigen Pfad in Anführungszeichen setzen. In OSX funktioniert das aber nicht. Wenn unter OSX ein Dateiname Leerzeichen enthält, müssen wir dem System mitteilen, dass das nachfolgende Zeichen zum Dateinamen dazugehört, in unserem Fall also das Leerzeichen. OSX kennt dafür den Befehl „\“ (Backslash bzw. umgekehrter Schrägstrich). Dieser Befehl teilt dem Terminal mit, dass das nächste Zeichen zum Dateinamen gehört. Den Backslash bzw. den umgekehrten Schrägstrich erreichen wir auf unserer Mac-Tastatur mit der Tastenkombination Alt+Y. Die ALT-Taste befindet sich links neben der linken CMD-Taste.

Nun öffnen wir ein Terminalfenster. Das Terminal befindet sich im Ordner „Dienstprogramme“. Nachdem das Terminal geöffnet ist, geben wir folgenden Befehl ein:

sudo /Applications/Install\ OS\ X\ Yosemite.app/Contents/Resources/createinstallmedia --volume /Volumes/stick --applicationpath /Applications/Install\ OS\ X\ Yosemite.app/ --nointeraction

In Linux und somit auch in OSX werden Parameter zu einem Programm immer mit 2 Bindestrichen eingeleitet.

Nachdem wir den obigen sudo-Befehl korrekt eingegeben haben, drücken wir die Eingabetaste. OSX fragt nun nach dem Administratorkennwort. Dieses müssen wir nun eingeben und mit der Eingabetaste bestätigen. Während das Kennwort des Administrators eingegeben wird, erhalten wir keine Rückmeldung von OSX. Es werden weder Sterne, noch die getippten Buchstaben angesagt. Danach erhalten wir eine Meldung, dass der USB-Stick gelöscht wird und danach der Kopiervorgang beginnt. Es kann je nach Rechnergeschwindigkeit bis zu 20 Minuten dauern, bis der USB-Stick fertig ist und wir im Terminal die Meldung „Done“ erhalten.

Nachdem die Erstellung des USB-Sticks beendet ist, können wir das Terminal mit CMD-Q schließen. Auf dem Schreibtisch befindet sich ein neues Icon mit der Bezeichnung „Install OS X Yosemite“. Wenn wir dieses Volumen öffnen, finden wir auf dem USB-Stick lediglich eine Datei, dessen Namen wir bereits kennen: OS X Yosemite Installation.app.

Um nun von diesem USB-Stick booten zu können, muss der Rechner mit gedrückter ALT-Taste gestartet werden. Nach ein paar Sekunden erhalten wir eine Auswahl der startfähigen Laufwerke. Leider ist diese Auswahl mit VO nicht zu benutzen. Haben wir den USB-Stick ausgewählt, wird Yosemite ohne weitere Benutzerangaben auf dem Mac installiert.

Die Recoverypartition

Es kommt vor, dass wir in unserem Mac eine neue Festplatte einbauen lassen mussten. In diesem Fall befindet sich auf der neuen Festplatte logischerweise auch keine Rettungspartition (Recoverypartition). Wenn wir Yosemite jedoch vom USB-Stick installieren, wird automatisch eine neue Recoverypartition erstellt, so dass wir in der Lage sind, beim booten des Rechners CMD+R zu drücken und die Wiederherstellungsprogramme zu bekommen. Sofern sich auf der Installationsplatte eine Recoverypartition befindet, wird diese mit der Yosemiteinstallation aktualisiert.

Zukünftige OSX-Versionen

Wenn wir in einem Jahr OSX 10.11 installieren wollen, können wir genauso vorgehen, wie mit OSX 10.10. Einzige Voraussetzung ist, dass sich im Installationspaket wieder die Linuxdatei „createinstallmedia“ befindet.

Mac: Konvertierung von Mediendateien

Dies ist ein Gastbeitrag. Dieser Text wurde von Heiko geschrieben und erschien zuerst als Mail in der TuKSuB-Mailingliste.


Wer sich bereits das neue iTunes 12 angesehen hat, der wird ersteinmal verwirrt sein. Es sieht völlig anders aus und einige Funktionen lassen sich nun an anderen Stellen finden. Und wer öfter mal Dateien, die auf seinem Rechner liegen, in ein anderes Format wandeln möchte, um Speicherplatz zu sparen, der wird sich spätestens mit iTunes 12 eine einfachere und bequemere Möglichkeit der Dateikonvertierung wünschen.

Und tatsächlich, es gibt eine einfache und nützliche Möglichkeit zur Dateikonvertierung. Diese Möglichkeit werde ich später noch etwas genauer betrachten, doch vorweg ersteinmal ein paar grundlegende Dinge.

Die Möglichkeit der Dateikonvertierung, die ich vorstellen werde, wandelt Musik- und Videodateien in das Apple-Format um. Dies ist bei Audiodateien das M4A-Format und bei Videodateien das M4V-Format. Damit ist schon mal klar, welche Dateien wir später wiederfinden werden. Aber welche Dateien lassen sich denn nun in das Appleformat umwandeln? Dies sind die wichtigsten Dateiformate aus der Windows-Welt. Hierbei handelt es sich um Dateien mit der Endung AIF und WAV für Audiodateien und AVI, WMV und MOV für Videodateien.

Na? Aufgepasst? Eines dieser Formate stammt nicht aus der Windowswelt. Welches? Richtig, es ist das MOV-Format für Apple Quicktimevideos.

Wandeln wir z. B. eine 4-Minütige WAV-Datei in das Apple-Format M4A um, können wir eine Speichehrplatzersparnis von bis zu 50 % erreichen, manchmal sogar bis zu 75 %. Bei Videodateien erreichen wir Dateien, die nur etwa 3/4 so groß sind, wie das Original.

Und wie konvertieren wir nun eine Audiodatei?

Bevor wir eine Audio- oder Videodatei konvertieren können, müssen wir sicherstellen, dass sich die zu konvertierende Datei auf unserer Festplatte des Macs befindet oder zumindest auf einem am Mac angeschlossenen Datenträger wie einer USB-Festplatte oder einer Speicherkarte. Die Konvertierung von Dateien, die sich auf einem Netzwerklaufwerk befinden, funktioniert nicht. Hier wird der Menüpunkt zum Konvertieren gar nicht erst angeboten.

Also müssen wir zunächst die zu konvertierende Datei auf die Festplatte des Mac kopieren. Ich gehe hier nicht darauf ein, wie das gemacht wird, denn ich denke, es wird Jeder wissen, wie das geht. Ich habe dafür einen neuen Ordner auf dem Schreibtisch erstellt und diezu konvertierende Datei dort hineinkopiert.

Ich habe die Datei applaus.wav vom Windowsrechner nun in meinem Konvertierungsordner liegen. Nun markiere ich diese Datei und drücke VO+Umschalt+M, um das Kontextmenü aufzurufen. Nutzer ohne Voiceover bewegen den Mauszeiger auf die Datei applaus.wav und halten nun die CTRL-Taste gedrückt und führen einen Mausklick mit dem Trackpad oder der Maus aus.

Fast ganz unten in diesem Kontextmenü befindet sich der Eintrag „ausgewählte Audiodateien codieren“. Diesen wählen wir an und drücken die Eingabetaste.

Nach einigen Sekunden öffnet sich ein neues Fenster. Dieses Fenster sollte sich normalerweise direkt im Vordergrund befinden, jedoch kommt es öfter vor, dass sich dieses neue Fenster im Hintergrund befindet. In diesem Fall muss man es mit CMD+TAB in den Vordergrund holen. Das Fenster trägt den Titel „In MPEG Audio codieren von Automatorrunner“.

Der Focus des Cursors befindet sich normalerweise auf der Schaltfläche „Fortfahren“. Jetzt springen wir an den Anfang dieses Fensters. Voiceover sagt nun „Codierer“. Im Folgenden gehe ich jeden Punkt dieses Fensters durch und gebe ein paar Erklärungen dazu ab.

Qualität: Hier ist bereits der Punkt „hohe Qualität“ ausgewählt. Es handelt sich hier um ein Aufklappmenü, welches mit VO und Leertaste geöffnet wird. Ausgewählt kann hier:

  • iTunes Plus: Dies ist die Audioqualität, wie sie im iTunes-Stor zu bekommen ist (44,1 khz).
  • Apple Lostless: Die maximale Qualität bei geringem Platzverbrauch (48 khz).
  • Gesprochene Potcasts: gesprochene Audiodateien müssen nicht in höchster Qualität konvertiert werden. Mit dieser Einstellung werden Audiodateien mit 22 khz konvertiert.

Ziel: Hier kann das Ziel der kodierten Datei ausgewählt werden. Dieser Punkt ist normalerweise nicht aktiv und wird durch deaktivieren des nachfolgenden Punktes „Wie Originaldatei“ erst aktiv.

Originaldatei nach dem Verarbeiten löschen: Soll die Originaldatei nach der Konvertierung direkt gelöscht werden? Wenn ja, sei Dir darüber im Klaren, dass sie unwiderbringlich verloren ist, denn sie wird nicht in den Papierkorb verschoben. Dieser Punkt ist normalerweise nicht aktiviert. Aktiviere ihn nur, wenn Du Dir sicher bist, dass die Originaldatei wirklich unwiderruflich gelöscht werden soll. Das sollte sie aber nur, wenn noch eine Kopie der Originaldatei vorhanden ist.

Mit der Taste „Abbrechen“ brechen wir die Codierung ab und schließen das Fenster, ohne eine Aktion auszuführen.

Mit der Taste „Fortfahren“ wird das Fenster geschlossen und die Codierung der Datei läuft im Hintergrund ab. Dies kann je nach Größe der Originaldatei und Art der Kodierung einige Sekunden oder Minuten dauern. Bei einer 10-minütigen WAV-Datei dauert die Kodierung auf meinem MacBook aus Mitte 2012 etwa 12 Minuten, wenn ich die oben besprochenen Einstellungen auf ihren Standardwerten belasse.

Und nun kommen wir zu einem nicht ganz schönen Punkt. Wir erhalten nämlich keine Benachrichtigung, dass die Kodierung abgeschlossen ist. Das Ergebnis kann sich allerdings, was den Platzverbrauch betrifft, durchaus sehen lassen. In meinem Beispiel der Datei applaus.wav hat sich eine Platzersparnis von über 50 % ergeben, ohne dabei einen hörbaren Qualitätsverlust zu bemerken.

  • Größe der Originaldatei applaus.wav: 28 kb
  • Größe der kodierten Datei applaus.m4a: 12 kb

Auf diese Art und Weise lassen sich auch die eingangs erwähnten Videodateien kodieren. Hier sind allerdings weitere Einstellungen zu finden, die aber im Normalfall selbsterklärend sein dürften. Die Vorgehensweise ist die Gleiche, wie bei Audiodateien. Logischerweise dauert die Kodierung von Videodateien etwas länger. Ein 45-minütiger Film hat auf meinem MacBook etwa 75 Minuten benötigt. Die Dateigröße ist dabei ebenfalls um mehr als 50 % geschrumpft. Eine Kleinigkeit möchte ich in Bezug auf Videodateien allerdings nicht außer Acht lassen. Mit dieser Methode der Kodierung ist es nämlich möglich, aus einem Video lediglich die Audiospur zu kodieren und zu speichern. Dies könnte insbesondere für Blinde User nicht uninteressant sein.

Fazit: Wer schnell mal eine oder mehrere Dateien in das Apple-Audioformat M4A oder in das Apple-Videoformat M4V kodieren will oder muss, hat hier eine einfache und bequeme Möglichkeit an die Hand bekommen. Diese Möglichkeit der Dateikodierung besteht seit OSX 10.8 und wurde meiner Meinung nach seit dem optimiert. Ich habe nämlich den subjektiven Eindruck, dass die Kodierung von Dateien mit OSX 10.10 etwas schneller als unter 10.8 abläuft.

Vorteile:

  • Schnelle Erreichbarkeit
  • keine Zusatzprogramme erforderlich
  • einfache Bedienung
  • schnelle Codierung
  • zu 100 % VoiceOver-tauglich

Nachteile:

  • Seitens Apple nicht dokumentiert
  • Codierung nur ins appleeigene Format M4A oder M4V möglich
  • Codierung nur mit AIF, WAV, AVI, MOV und WMV möglich
  • Keine Kodierung von und nach MP3 möglich, auch nicht mit entsprechend installierten Codecs.

So, ich hoffe, ich habe Euch eine nützliche Funktion von OSX etwas näher gebracht. Eigentlich wollte ich hieraus einen Podcast machen, doch für diese wenigen Informationen hätte sich das nicht gelohnt.

Für Anregungen und Anmerkungen bin ich Euch dankbar. So, und nun viel Spaß beim Kodieren wünscht Euch

Euer Heiko

Podcast Nr. 72: Versteckte Einstellungen am Mac mit TinkerTool

Du willst die versteckten Dateien am Mac sehen, weißt aber nicht, wie? Die Animationen brauchst du nicht und möchtest sie gerne abschalten? Unter Windows ist das ja noch recht einfach, aber am Mac? Es gibt verschiedene Wege, dies zu erreichen, aber der wohl einfachste Weg ist das kleine Programm TinkerTool. Sascha Furtner erklärt in diesem Podcast, was für Optionen man mit diesem Programm alles manipulieren kann.

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Podcast Nr. 71: Audiokonvertierung am Mac

Manchmal hat man eine Audiodatei als Wave oder in sonst einem Format, möchte aber eine M4A-Datei draus machen. Wie das schnell und einfach geht, zeigt Sascha Furtner in diesem Podcast. Außerdem erklärt er noch die Vorteile der Schnellvorschau am Mac.

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Podcast Nr. 69: Mac – Rechen-Quicky

Was, wenn man mal eben wissen will, ob der Saldo des Kontos auch wirklich stimmt? Man sitzt zwar gerade an seinem Mac, aber hat gerade keinen Taschenrechner zur Hand? Sascha Furtner zeigt, wie man mit der Spotlight-Suche oder dem eigentlichen Rechner vom Mac OS schnell mal was ausrechnet.

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Podcast Nr. 67: GarageBand Teil 2 – Song bearbeiten und Cycles erstellen

Im 2. Teil des GarageBand Podcasts zeigt Ronny Rahde, wie man den im ersten Teil aufgenommenen Song weiter bearbeiten und Instrumente anpassen kann. Auch, wie man Noten quantisiert, oder einen Cycle, z. B. für ein Schlagzeug, aufnimmt.

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Podcast Nr. 65: iTunes 11 auf dem Mac

Dieser Podcast wurde uns freundlicherweise von Zum Sprechenden Apfel zur Verfügung gestellt.

Dieser Podcast erklärt, wie man auf dem Mac das iTunes 11 so einstellen kann, dass es wieder wie iTunes 10 aussieht. Diese Vorgehensweise ist auch auf die Windows-Version anwendbar. Hier muss man statt der Befehl-Taste einfach die Alt-Taste nehmen.

Anders als hier im Podcast genannt, gibt es keine Apfeltaste. Dies ist lediglich historisch bedingt, denn mittlerweile heißt diese Taste Befehl oder Command, oder CMD. Es ist auch kein Apfelsymbol auf der Taste aufgemalt. Um Verwirrungen mit evtl. sehenden Personen zu vermeiden, oder generell Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, empfehle ich die offizielle Bezeichnung zu verwenden.

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Musik mit PC und Mac

Ich weiß ja nicht, wie viele unter euch Musik machen, und wie viele davon den PC dazu verwenden. Für die unter euch, die schon länger mit dem Rechner Musik machen, dürfte der Artikel eher langweilig sein. Aber vielleicht hat der eine oder andere von euch ja Tipps, daher würde ich mich freuen, wenn ihr weiterlest. Ich mache gelegentlich Musik, und dafür habe ich früher fast ausschließlich den PC genutzt. Länger habe ich jetzt nichts mehr gemacht, aber so langsam überlege ich, wieder damit anzufangen. Und wenn wir schon mal dabei sind, dann natürlich auch gleich mit dem Mac.

Musik mit dem Rechner zu machen, oder den Rechner als Unterstützung dafür zu nehmen, bedeutet natürlich, dass man sich mit der einen oder anderen Sache tiefergehend beschäftigen muss. Ich habe diesbezüglich ja schon so meine Erfahrungen gemacht. Damit also klar wird, woher ich komme und wo hin ich will, werde ich etwas ausführlicher darauf eingehen.

Wo komme ich her?

Alles begann, als die PCs lernten, mehr als nur tüdeldü zu machen. Oh je, Opa erzählt vom Krieg… 🙂 Ja, mein erster PC hatte keine Soundkarte. Die waren damals, wenn überhaupt vorhanden, purer Luxus. Aber auch diese wurden billiger und auch mein PC bekam eine. 🙂 Und obwohl die Musik darüber noch wirklich künstlich klang, eröffneten sich ganz neue Möglichkeiten. Anfänglich habe ich nur bei anderen zugeschaut, aber letztlich habe ich auch damit angefangen, Musik zu machen.

Ich hatte unter DOS den Voyetra SPPRO, einen reinen MIDI-Sequencer. Allerdings hatte ich kein Keyboard und eben nur die sehr künstlich klingende Soundblaster. Also, wie damit jetzt Musik machen? Ganz einfach, zu Fuß! Spur anlegen, in den Editor gehen und die Noten alle per Hand setzen! 🙂

Nur, um mal eine Vorstellung davon zu bekommen: Das Editorfenster war recht übersichtlich. Senkrecht die Noten und wagerecht der Takt. Das ging sogar mit Braillezeile, weil die Taktmarkierungen auf der Zeile zu sehen waren, auch die Note war zu sehen. Nun platziert man die Note also senkrecht auf eine Linie, beispielsweise einem C, und auf die erste Viertelmarkierung in der wagerechten. Hier konnte man dann bequem die Velocity, also die Anschlagsstärke, Pitch, also Verschiebung in der Senkrechten, Takt, also Verschiebung in der Wagerechten, Länge und dergleichen editieren. Mit den Pfeiltasten konnte man im Fenster navigieren und mit Tab von Note zu Note springen. Auch MIDI-Events, wie Program, Controler und dergleichen konnte man so setzen. Auf diese Weise konnte es schon mal 6 Wochen dauern, bis man ein Stück von 3 Minuten Länge gesetzt hatte. 🙂 Aber es hat Spaß gemacht!

Und obwohl es mir nicht gelungen ist, einen Nr. 1 Hit zu landen oder einen Evergreen zu komponieren, habe ich eine Unmenge über MIDI und dessen Ansteuerungen gelernt. Das hat mir später viel erleichtert, auch bei der Fehlersuche.

Später wurden die Soundkarten immer besser und die Rechner immer Leistungsfähiger. Am Ende hatte ich eine Soundblaster AWE32 mit einem Yamaha XG50 Daughterboard. Damit ließ sich richtig gut Musik machen, da ich da auch schon ein Masterkeyboard zur Eingabe hatte. Aber ich habe immer noch mit dem Voyetra gearbeitet, damals schon unter Windows 98 und im DOS-Fenster. Aber das alte Teil lief noch! So wurden zwar meine Ergebnisse schneller fertig, aber besser wurden sie dadurch auch nicht… 🙂 Aber machte trotzdem immer noch Spaß! 🙂

Nun sind wir bei Windows 7 und Mac angekommen, und ich habe in der Zwischenzeit bestimmt schon 5 oder 6 Jahre nichts mehr mit Musik gemacht. Der Voyetra läuft längst nicht mehr, sehr zu meinem Missfallen, und die anderen Programme, wie Cakewalk Pro Audio 9.0 oder dergleichen erlauben längst nicht mehr, als Blinder so gut damit zu arbeiten. In einem Editor regelrecht eine Note auf diese alte Art zu setzen, habe ich jedenfalls nicht mehr hinbekommen.

Wo will ich hin?

Ich würde mich jetzt nicht gerade als guten Keyboard-Spieler beschreiben. Hochmotivierter Amateur träfe es da wohl besser. Kurz gesagt, ich war nie ein Live-Spieler, das wollte ich auch nie werden. Ich habe öfter mal Melodien im Kopf, kurze Passagen, kleine Fragmente, die ich dann versuche, mit einem Keyboard abzubilden oder auszubauen. Manchmal klingt das Ergebnis sogar nach was. Aber eben nur manchmal. 🙂

Wenn ich also heute mit dem Rechner, ob nun Mac oder Windows-Rechner, Musik machen wollte, bräuchte ich also einen bedienbaren MIDI-Sequencer. Aber wir sind lange aus der Zeit raus, wo ein Musikprogramm ein reiner MIDI-Sequencer war. Damals konnte man das mit der Qualität der Soundkarten und der Leistungsfähigkeit der Rechner erklären, aber heute ist das alles hinfällig. Die Soundkarten haben, wenn man mehr als 50 Euro ausgibt, durchaus fast Studioqualität, und die Leistungsfähigkeit der heutigen Rechner reicht locker aus. Daher sind es heute keine reinen MIDI-Sequencer mehr, sondern sogenannte DAWs, Digital Audio Workstations. Und das ist wirklich wörtlich zu nehmen. Denn neben den MIDI-Spuren wird hier auch normales Audio, wie Gesang, Gitarre, oder dergleichen mit aufgezeichnet. Vielfältigste Möglichkeiten des Mixings, der Bearbeitung und der Effekte stehen hier zur Verfügung.

Was aber davon ist für uns als Blinde und Sehbehinderte noch machbar? Nun, einiges geht noch. So habe ich Podcasts gehört, wo Blinde mit den Pro Tools für Mac komplexe Musikstücke abmischen und Background Vocals einsingen. Ich weiß auch von einigen, die unter Windows mit Sonar arbeiten, oder gearbeitet haben. So ganz unmöglich ist das also nicht.

Nun brauche ich also zweierlei: Eine DAW, und wenn’s geht, ein brauchbares Keyboard. Es soll ja schließlich nach was klingen, was ich da so in meinem stillen Kämmerlein verbreche. 🙂 Nun, für’s Erste kümmere ich mich mal um die DAW, weil ein Master-Keyboard und ein altes Yamaha DJ-X habe ich hier noch rumstehen. Klingt nicht wirklich toll, aber für ein paar Experimente reicht das völlig. In Zukunft allerdings muss etwas brauchbares her. Was genau, werde ich dann noch sehen. Aber mir haben die Fähigkeiten und der Klang Des Tyros 4 schon ziemlich gefallen. Mal sehen, ob ich wirklich dieses Monster von Keyboard kaufe, oder doch eher ein paar Nummern kleiner… 🙂

Da ich ja immer noch im Prozess bin, mehr und mehr Dinge auf den Mac umzusiedeln, kann ich mit dem Musikkram auch gleich hier anfangen. Zunächst ist es erst mal nötig, die Anschlussmöglichkeiten eines Keyboards zu schaffen. Also, ein MIDI-Interface muss her. Da habe ich mir eines von Logilink gekauft, ein USB to MIDI Adapter. Brauchte keine Treiberinstallation und war sofort einsatzfähig. An dem USB-Kabel ist ein klein bissel Elektronik, welche die Umsetzung macht, und am anderen Ende die 5-poligen Din-Stecker für MIDI-IN und Out. Diese stöpselt man ins Keyboard, und kann loslegen. Nun, noch nicht ganz. Es fehlt noch die Software.

Wie geht es jetzt weiter?

Nun, da die Hardware erst mal steht, muss ich mich um Software kümmern. Wie gesagt, brauche eine DAW, die sich auch mit VoiceOver gut bedienen lässt. Und hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen gäbe es die Pro Tools von AVID. Aber die kommen für mich erst mal nicht in Betracht. Erstens, weil die $699 kosten, und weil man allein schon für die kostenlose Testversion so einen Dongle braucht und einen Account, um die kostenlose Version zu registrieren. Viel zu umständlich und teuer für einen hochmotivierten Amateur. Ich weiß zwar, dass die Software auch blind gut bedient werden kann, aber so ein teures Risiko gehe ich da lieber nicht ein.

Aber es gibt da noch Reaper, welche gleich für 30 Tage kostenlos ist, und das ganz ohne die Umstände wie bei Pro Tools. Und selbst dann kostet es nur $60, was sich auch als Amateur nicht teuer anhört. Und meine bisherigen Experimente damit sind ganz brauchbar.

Fazit

Ich werde lange Handbuch lesen müssen, bis ich verstanden habe, was mit Reaper überhaupt alles geht, und was nicht. Allein das Inhaltsverzeichnis des Handbuchs ist beeindruckend. Wenn auch nur ein Bruchteil davon mit VoiceOver machbar ist, wäre das echt ein Sprung nach vorn. Zwar ist es mir auf Anhieb gelungen, 3 MIDI-Tracks aufzunehmen und ein paar Bearbeitungsschritte darauf zu machen, aber ein regelrechter Editor, wie ich ihn von Voyetra her kenne, ist wohl nicht für uns bedienbar. Natürlich gibt es einen MIDI-Editor, aber in diesem ist es mir noch nicht gelungen, Noten direkt anzuwählen oder deren Eigenschaften zu verändern. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich also sagen, viele kurze Tracks mit jeweils kurzen Takes aufnehmen, so dass man immer nur kleine Teile neu einspielen muss, wenn mal was nicht geklappt hat. Die Oberfläche von Reaper ist zwar in Englisch, jedoch sind die Buttons, Regler und andere Elemente recht gut beschriftet. Also allein von der Oberfläche her ist es mit VoiceOver sehr gut bedienbar. Und auch bezüglich der Tastatur geht viel, vieles hat Hotkeys, einiges kann sogar selbst definiert werden, wenn ich das richtig gesehen habe.

Kurz gesagt, im Bezug auf MIDI- und Audio-Recording muss ich quasi wirklich von 0 anfangen. Daher könnte ich im Bezug auf Reaper nicht mal sagen, was jetzt mit VoiceOver alles wirklich geht, und was nicht. Das wird sich nach und nach zeigen. Jedenfalls finde ich nicht, dass die $60 hier falsch investiert wären. Sollte mir dieses Programm irgendwann mal nicht mehr reichen, kann ich ja immer noch über die Pro Tools nachdenken, oder gucken, was es noch so für Programme für den Mac gibt.

Sollte also Interesse bestehen, und sollte ich weitere interessante Dinge über Musik-Recording herausfinden, werde ich hier im Blog weiter berichten. Und vielleicht, wenn ich den Kram mal etwas im Griff habe, wird ja auch mal ein Podcast draus. 🙂