Kritische Stimmen zum iPad

Jörg Kantel, Betreiber des Blogs Schockwellenreiter, hat in einem FAZ-Artikel zum Ausdruck gebracht, dass das iPad der Kreativität nicht förderlich ist.

Endstation App-Store – Das iPad ist nur eine Fernbedienung

Und das iPad ist ein faszinierendes Gerät. Es erlaubt, die täglichen Nachrichten multimedial aufzubereiten, mit farbigen Bildern zu illustrieren und mit begleitenden Videos aufzupeppen. Nur – kein Lehrer kann damit speziell für seine Schüler entwickeltes Unterrichtsmaterial in die Klassenzimmer bringen. Er kann nur Unterrichtsmaterial im App-Store kaufen.

Ist das iPad also nur ein Gerät, mit dem man nur konsumieren kann?

Der für das soziale Netzwerk Twitter arbeitende Autor und Programmierer Alex Payne, eigentlich ein Mac- Enthusiast, formuliert es drastisch: „Was mich am meisten am iPad stört, ist dies: Hätte ich als Kind anstelle eines richtigen Computers nur ein iPad gehabt, wäre ich nie ein Programmierer geworden.“

Das sind zweifellos Aussagen, über die man mal nachdenken muss. Aber es ist halt auch so: Nicht jeder möchte vielleicht ein Programmierer werden. Es gibt sicherlich Leute, die nur konsumieren möchten. natürlich mag das iPad nicht das Gelbe vom Ei sein, aber es gleich kategorisch zu verteufeln? Es ist halt alles eine Frage der Zielgruppe. Andererseits, hätte sich Apple wirklich geschadet, wenn sie die Zielgruppe weiter gefasst hätten, indem sie mehr Kreativität zugelassen hätten?

Für mich jedenfalls steht fest: Ein Computer, auf dem keine einzige Programmiersprache läuft, ist kein Computer, sondern eine Fernbedienung.